Die Spitzenkammträger.
Nunmehr sind die Träger g der beiden Spitzenkämme Sp anzubringen. Die Träger g sind Glasstäbe oder dickwandige Glasröhren, etwa 2 cm im äußeren Durchmesser und an Länge etwa gleich den Achsenträgern T. Sie sind innen und außen genau so zu reinigen wie die Glasscheiben und auch in der gleichen Weise ebenfalls innen und außen mit einem Schellacküberzug zu versehen und dann 1 bis 2 Tage an einem staubfreien Orte liegen zu lassen. Unterdessen besorgen wir uns zwei Holzklötze (Abb. 26 k), jeden 4 × 4 cm breit und 5 cm hoch. Jeder dieser Klötze erhält von oben nach unten eine 3 cm tiefe Bohrung, die so weit ist, daß wir die Glassäule bequem mit Siegellack oder Schellack einkitten können. Das obere Ende der Röhre (wenn wir eine solche und keinen Glasstab benutzt haben) wird mit einem Korke verschlossen und dann, wenn wir sicher sind, daß keine Feuchtigkeit in dem Rohre ist, das heißt, wenn es sich auf der Innenseite nach ein paar Stunden noch nicht beschlagen hat, mit Siegellack abgedichtet. Nachdem letzteres geschehen ist, krönen wir die Glassäule mit einem Holzklotz f, 4 × 4 cm breit, 7 cm hoch. Die Kammträger werden 3 cm vom Scheibenrande entfernt an den in Abb. 22 mit b bezeichneten Stellen aufgeschraubt und ebenso wie die Achsenträger mit Lattenstückchen umgeben.
Die Triebräder.
Die nächste Arbeit besteht in der Anfertigung der Triebräder, die in [Abb. 27] mit R bezeichnet sind. Man stellt sie aus Holz her und versieht sie am Rande mit einer Furche zur Aufnahme der Triebschnur. Die Achse dieser Triebräder muß durch entsprechende Löcher gehen, die in T einzubohren sind, und soll nahe unter den untersten Scheibenrand zu liegen kommen. Um einen leichteren Gang zu erreichen, können wir die Lager dieser Achse T mit Lagerröllchen ausstatten, deren Herstellung schon bei [Abb. 16] beschrieben wurde. Zur Befestigung der Triebräder bohre man an den entsprechenden Stellen dünne Löcher in die Achse und treibe Drahtstifte hindurch, an welchen dann die Räder so befestigt werden, daß sie sich auf der Achse nicht mehr drehen können. Mit ebensolchen Drahtstiften ist die Achse selbst in ihren Lagern zu fixieren. Am einen Ende feilt man die Achse vierkantig und befestigt mit größter Vorsicht an ihr die Kurbel k, die mit einem entsprechenden Loche versehen sein muß.
Abb. 27. Antrieb der Scheiben.
Das Einsetzen der Scheiben.
Nun erfolgt das Einsetzen der Glasscheiben ([Abb. 28]). Die Scheiben werden hervorgeholt und man steckt die zu Anfang unserer Betrachtung erwähnten je 15 cm langen Messingachsen b von außen durch die Metallplatten c und durch h in die Achsenrohre a, nachdem man an entsprechenden Stellen die ebenfalls mit einer Furche versehenen Triebrollen d auf ihnen befestigt hat. Die Achsen b werden so weit nach innen geschoben, daß die beiden Glasscheiben g in der Mitte sitzend nur noch durch das auf der einen aufgekittete Geldstück f voneinander getrennt sind; durch Verstellen der Platten c muß man es dahin bringen, daß die Scheiben g genau vertikal und zueinander vollkommen parallel stehen. Da wo sich die Achsenrohre auf den Achsen drehen, werden diese gleich etwas eingeölt.
Abb. 28. Achsenlager der Scheiben.