Abb. 151. Kommutator (Horizontalschnitt).

Abb. 152. Kommutator (Vertikalschnitt).

Ferner ist es vorteilhaft, auf dem Apparat noch einen Kommutator anzubringen; wir können ihn wie den auf [Seite 101] beschriebenen herstellen. Geeigneter ist der im folgenden beschriebene Stromwender, der zugleich auch als Ausschalter dient. Eine Holzwalze a ([Abb. 151] und [152]) wird der Länge nach durchbohrt; zwei Achsenhälften b werden von rechts und links in die Bohrung hineingeschoben, dürfen aber einander innen nicht berühren. Wie sie befestigt werden, geht aus [Abb. 153] hervor: wir löten an b ein Messingscheibchen c an, das an a angeschraubt wird. Die eine Achsenhälfte (b) wird am Ende quer durchbohrt, und in dem Loch wird der dünnere Messingstift f, der als Griff dient, angelötet. Nun werden an a auf zwei einander gegenüberliegenden Seiten die Kupferblechstreifen d angeschraubt; der Streifen d wird mit b und b mit d in leitende Verbindung gebracht. Die Lagerträger e verfertigen wir aus starkem Messingblech und die Lager selbst, welche hier nicht geölt werden dürfen, in der bekannten Weise ([Seite 22]). Zwei kupferne Schleiffedern g werden so auf dem Grundbrett angeschraubt, daß sie rechts und links an der Walze a schleifen. Jetzt verbinden wir e mit der Kontaktspitze des Unterbrechers und e mit dem freien Ende der primären Wickelung durch dicke Kupferdrähte oder Kupferblechstreifen. Die Verbindungsstellen sind zu verlöten. Auf den Federstreifen e und e ist je eine Klemmschraube (α und β) anzulöten. Steht nun die Walze a wie in [Abb. 151], so tritt der Strom bei α ein und geht durch d, b nach e, durch den Unterbrecher in den Apparat und kommt durch e, b, d und β zurück. Drehe ich a um 90°, so ist der Strom ausgeschaltet; drehen wir in der gleichen Richtung nochmals um 90°, so geht der Strom von α zuerst nach d, e und kommt durch e, d nach β zurück, durchfließt also den Apparat in umgekehrter Richtung wie vorhin.

Abb. 153. Befestigung der Achse des Kommutators.

Drahtmasse für Induktionsapparate.

Bei einfachen Elektrisiermaschinen brauchen wir uns an keine bestimmten Verhältnisse der Bewickelungen zu halten; es gilt hier ganz allgemein: primäre Spule aus wenig Windungen eines dicken Drahtes, sekundäre Spule aus viel Windungen eines dünnen Drahtes.

Bei der Herstellung von Funkeninduktoren halte man sich an die folgenden Tabellen [Seite 182] und [183].