Abb. 173. Das Hitzdrahtinstrument.

Abb. 174. Lager für den Zeiger des Hitzdrahtinstrumentes (Vertikalschnitt).

Abb. 175. Dasselbe (Horizontalschnitt).

Auf ein langes, schmales Grundbrett a ([Abb. 173]), das mit Stollen zu versehen ist, wird ein rechteckiges Brett b aufgeschraubt. In der linken oberen Ecke wird die Lagervorrichtung c für den Zeiger befestigt. Letztere ist in [Abb. 174] und [175] besonders dargestellt. Auf ein längliches, etwa 1 mm starkes Messingplättchen d wird der zweimal rechtwinkelig gebogene Bügel e aufgelötet, der aus einem 1 bis 1,5 mm starken Messingblechstreifen gefertigt ist. Dieser Bügel erhält auf der Innenseite bei f einen ziemlich tiefen mit einem Körner eingeschlagenen Punkt und bei g, genau dem Körnerpunkt gegenüber, ein Loch, in das ein Muttergewinde geschnitten wird, damit darin die Schraube h eingedreht werden kann. Letztere erhält bei i ebenfalls einen Körnerpunkt. Ein etwa 2 mm starkes, rundes Eisenstiftchen k wird auf beiden Seiten zugespitzt und muß zwischen f und i eingespannt werden können. An dieses Stiftchen wird ein 2 mm starker Eisendraht angelötet und an dem kurzen auch noch etwas über k hinaussehenden Ende zum Häkchen m gebogen. Soll das Instrument für Ströme mit mehreren Amperes bestimmt sein, so muß der Zeiger, um stärker belastet werden zu können, aus einem Blechstreifen hergestellt werden, etwa so, wie [Abb. 176] zeigt.

Abb. 176. Zeiger für das Hitzdrahtinstrument.

Das Stiftchen wird nun eingesetzt und die Schraube h soweit angezogen, daß k nicht herausfallen, sich aber noch leicht drehen kann. Dann wird ein Draht aus Nickelin (es kann auch Eisen, Platin, sogar Kupfer verwendet werden), dessen Dicke sich nach den zu messenden Stromstärken richten muß, an einem Ende mit einer Schleife versehen, hiermit in das Häkchen m eingehängt und, von vorn gesehen, einmal links herum um k gewunden und dann an der Klemme β befestigt. Der Draht muß so gespannt werden, daß der Zeiger l horizontal liegt. Die Klemme α wird noch durch einen Kupferdraht mit c verbunden, wonach eine Skala, wie in [Abb. 173] zu sehen ist, auf b angebracht wird. Der Zeiger wird durch das Scheibchen n aus Messing- oder Bleiblech so weit beschwert, daß der Draht straff gespannt ist. Die Drahtdicke muß sich, wie schon erwähnt, nach der Stromstärke richten. Für die Wechselströme, die die auf [Seite 138 u. f.] beschriebenen magnetelektrischen Maschinen liefern, wird ein 12 bis 15 cm langer (Strecke β bis c [Abb. 173]), 0,1 bis 0,2 mm starker Nickelindraht richtig sein. Ist der Draht aus einem besser leitenden Metall, so muß er dünner und nötigenfalls auch länger sein.