Wert: Nach den Erfahrungen des Verfassers gehört er mit zu den giftigsten Pilzen, denn verschiedene Vergiftungen endeten mit dem Tode. Es ist daher vor diesem Pilze ganz besonders zu warnen, da er nachweisbar mit dem Perlen-Wulstling ([Abb. 20]) verwechselt wurde. Dieser jedoch und der eßbare Pantherpilz sind vom Hute bis mit dem herabhängenden Ringe gestrichelt, der Königs-Fliegenpilz aber ist glatt.
21. Königs-Fliegenpilz. Sehr giftig!
Amaníta regális Fr.
22. Großer Schirmling. Eßbar.
Lepióta procéra Scop.
Der Hut erscheint anfangs wie ein Paukenschlägel und breitet sich dann schirmdachförmig aus. Dabei platzt die graubraune dürre Oberhaut und bildet braune dachziegelförmig liegende Schuppen, nach der Mitte in einen dunkelbraunen Buckel übergehend. Das Fleisch ist im Jugendzustande weich, später aber zäh und dürr. Dieser Pilz gehört zu den stattlichsten, denn sein Hut wird bis 25, ja 30 cm breit.
Die Blätter sind breit, weiß, weich, stehen dicht und ganz frei vom Stiele.
Der röhrig-hohle Stiel, mitunter 15–30 cm hoch, prächtig braungefleckt, ist nach aufwärts etwas verdünnt und am Grunde knollig verdickt. Außerdem trägt er einen dicken, lederartigen und verschiebbaren Ring.
Der Geruch ist angenehm und das Fleisch hat einen süßen Geschmack.