Das Fleisch ist ebenfalls rötlichgelb und läßt beim Bruche eine orangerote Milch reichlich heraustropfen; dies ist das sicherste Kennzeichen für diesen Pilz.
Die gelben Blätter laufen etwas am Stiele herab und werden beim Drucke ebenfalls sofort grünspanfarbig.
Der Stiel ist dem Hute gleichfarbig, anfangs voll, später hohl.
Der Geruch ist außerordentlich aromatisch, der Geschmack mild und angenehm würzig.
Zeit: Vielfach in großer Menge bereits Ende Juni bis in den November hinein.
Standort: Wächst unter dichtem Nadelgebüsch, auf feuchten, moosigen Wiesen und auf mit Heidekraut und Wacholdersträuchern bestandenen Waldhügeln. Oft wächst er auf einer Stelle zusammen mit dem zum Verwechseln ähnlichen giftigen Milchling (Giftreizker) (siehe [Abb. 24]), der jedoch einen zottigen Hutrand und weiße Milch besitzt, auch ist dessen Geschmack bitter, beißend und scharf. Eine andere, aber ungefährliche Verwechslung kann mit dem Blut-Milchling, Lactárius sanguifluus Paul, vorkommen, der aber eßbar ist. Dieser Pilz hat eine blutweinrote Milch, die Blätter laufen am Stiele herab. Er sieht dem guten Reizker sehr ähnlich und kommt nur auf kalkhaltigem Boden vor.
Wert: Er gehört zu unsern wertvollsten Speisepilzen und läßt sich auf alle mögliche Arten verwerten, nur beim Trocknen verliert er an Geruch und Geschmack. Der von ihm bereitete Pilzextrakt wird im Wohlgeschmack von keinem Extrakt anderer Pilze übertroffen.
23. Wacholder-Milchling. Echter Reizker, Röstling. Eßbar.
Lactária deliciósa L.