31. Grauer Ritterling. Eßbar.
Agáricus (Tricholóma) portentósus Fr.
Der anfangs gewölbte Hut breitet sich später aus, bleibt aber meist gebuckelt und wird 6–12 cm breit. Der Rand ist eingezogen und unregelmäßig geschweift, bei trockenem Wetter oft spaltig zerrissen. Die Farbe der Oberhaut ist hell- bis dunkel-aschgrau, mit feinen eingewachsenen schwarzen Linien, und verbleicht bei älteren Pilzen nach dem Rande zu ins schmutzig Gelbgraue. Die Oberhaut läßt sich leicht abziehen.
Das Fleisch und die Lamellen sind weiß oder weißlichgelb.
Der Stiel, voll und walzenförmig, ist fein gestreift, meist weißlichgelb und sitzt fast immer bis zum Hute in der Erde. Beim Zerbrechen zerteilt er sich, und die faserigen Stränge rollen sich nach außen zurück.
Der Geruch ist erdig, der Geschmack angenehm.
Zeit: Erst im Oktober und findet sich oft noch nach vorübergehenden Frösten bis zum Dezember.
Standort: Nur in Nadelwäldern, ganz besonders aber in Kiefernwaldungen oft in großen Mengen, meist truppweise.
Wert: Er gehört zu unseren wertvollsten und vorzüglichsten Speisepilzen, nur muß die Oberhaut wegen des erdigen Geschmackes entfernt werden.
Dieser Ritterling wird viel vom Wilde angegangen, ganz besonders aber von den Eichhörnchen.