Jung Volker.

Gesang der Räuber.

Jung Volker, das ist unser Räuberhauptmann,
Mit Fiedel und mit Flinte,
Damit er geigen und schießen kann,
Nachdem just Wetter und Winde.
Fiedel und die Flint',
Fiedel und die Flint'!
Volker spielt auf.

Ich sah ihn hoch im Sonnenschein
Auf einem Hügel sitzen:
Da spielt er die Geig' und schluckt roten Wein,
Seine blauen Augen ihm blitzen.
Fiedel und die Flint',
Fiedel und die Flint'!
Volker spielt auf.

Auf einmal er schleudert die Geig' in die Luft,
Auf einmal er wirft sich zu Pferde.
Der Feind kommt! Da stößt er ins Pfeifchen und ruft:
»Brecht ein wie der Wolf in die Herde!«
Fiedel und die Flint',
Fiedel und die Flint'!
Volker spielt auf.


Nimmersatte Liebe.

So ist die Lieb'! So ist die Lieb'!
Mit Küssen nicht zu stillen!
Wer ist der Tor und will ein Sieb
Mit eitel Wasser füllen?
Und schöpfst du an die tausend Jahr'
Und küssest ewig, ewig gar,
Du tust ihr nie zu Willen.