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Die Stiftung ist ein rein gemeinnütziges Unternehmen unter Ausschluß aller privaten Erwerbsinteressen. Ihr Zweck ist, »hervorragenden Dichtern durch Verbreitung ihrer Werke ein Denkmal im Herzen des deutschen Volkes zu setzen« und durch Verbreitung guter Bücher der schlechten Literatur den Boden abzugraben. Sie begann ihre Tätigkeit i. J. 1903 damit, daß sie an 500 Volksbibliotheken je 20 Bände verteilte, unter denen sich z. B. Fontanes »Grete Minde« – M. v. Ebner-Eschenbachs »Gemeindekind« – eine Auswahl der »Deutschen Sagen« der Brüder Grimm – Roseggers »Als ich noch der Waldbauernbub' war« befanden. Die zweite Bücherverteilung umfaßte 40 Werke (in 23 Bände gebunden) in je 750 Exemplaren – die dritte 42 Bücher (31 Bände) in je 750 Exemplaren – die vierte 43 Bücher (36 Bände) in je 800 Exemplaren, die fünfte 28 Bücher (25 Bände) in je 900 Exemplaren – die sechste 45 Bücher (35 Bände) in je 1000 Exemplaren.
Abzüge des Werbeblatts, des letzten Jahresberichts, auch des Aufrufs und der Satzungen usw. werden von der Kanzlei der Deutschen Dichter-Gedächtnis-Stiftung in Hamburg-Großborstel gern unentgeltlich übersandt. – Die Stiftung hatte 1905 erst 934 Mitglieder, im Jahre 1906 schon 3.688, 1907 6.500, Ende 1908 9.161. Sie führt diesen Aufschwung auf das allgemeine Wachsen des Kulturinteresses zurück und bittet alle Freunde, ihr durch Zusendung von Adressenmaterial an ihr Werbeamt bei der Ausnutzung dieser Wendung zum Besseren zu helfen.
Die Stiftung erbittet besonders jährliche, aber auch einmalige Beiträge. Für Jahres-Beiträge von 2 Mk. aufwärts gewährt die Stiftung durch Übersendung eines Einzelbandes ihrer »Hausbücherei« oder ihrer »Volksbücher« oder des Schillerbuches Gegenleistung. Wer 25 Mark Jahresbeitrag zahlt, erhält auf Wunsch alle im gleichen Jahre erscheinenden Bände der »Hausbücherei«.
Die Beiträge werden in jeder Höhe entgegengenommen von: der Deutschen Bank, Hamburg, und ihren sämtlichen Zweiganstalten und Depositenkassen – Postscheckkonto Hamburg Nr. 737 – der k. k. Postsparkasse, Wien [auf Konto Nr. 859112] – und der Stiftung selbst in Hamburg-Großborstel.
Alle Briefe, Anfragen usw. werden unpersönlich mit der Aufschrift »Deutsche Dichter-Gedächtnis-Stiftung, Hamburg-Großborstel« (möglichst unter Hinzufügung der betr. Abteilung) erbeten.
Man verlange die erwähnten Drucksachen.
Gute und billige Bücher