Was er lieber wär’: Prior oder Propst.
Als nun der Narr zum Pater in seine Zelle kommt und ihm den Antrag stellt, begehrt derselbe allererst, das Pergament zu sehen. Ja, sagt der Schelm, vorm Jahr noch hätt’ er’s ihm wohl weisen können; allein ganz schrumpflig, mürb und brüchig, wie er es überkommen, sei es ihm nach und nach zuschanden gegangen. Dafür zieht er aus seinem Korb hervor ein alt, schwer eisen Marschloß, vorgebend, es sei vor der Truchen gelegen. Der Mönch, wie leicht zu denken, hält ihm nichts drauf, verachtet ihm sein ganz Beginnen, verwarnet und bedrohet ihn gar. Der Narr, weil er vermeint, die Sach’ an ihr selbsten gefiel’ ihm schon, sie möchte wahr sein oder nicht, er scheue minder den Betrug als den Genossen — erboset er sich sehr in anzüglichen Reden und spricht mit der Letzt:
Sag, Pfaff! tust du die Bibel les’n?
Der Pater:
War die ganze Wuch’n drüber g’sess’n.
Der Narr:
Ich dacht nur, weil sie in Latein.
Der Pater:
Wohl! daß nit jed’s Vieh stört hinein.
Der Narr: