Der wunderliche Gast sprach diesen Gruß:
Die Wasserfrau ist kommen
Gekrochen und geschwommen
Durch Gänge steinig, wüst und kraus
Zur Wirtin in das Nonnenhaus.
Sie hat sich meinethalb gebückt,
Mein’ Topf geschmückt
Mit Früchten und mit Ranken,
Das muß ich billig danken.
Sie hatte einen Kreisel aus wasserhellem Stein in ihrer Hand, den gab sie der Wirtin und sagte: „Nehmt dieses Spielzeug, liebe Frau, zu meinem Angedenken! Ihr werdet guten Nutzen davon haben. Denn jüngsthin habe ich gehört, wie Ihr in Eurem Garten der Nachbarin klagtet, Euch sei schon auf die Kirchweih angst, wo immer die Bürger und Bauern zu Unfrieden kämen und Mord und Totschlag zu befahren sei. Derhalben, liebe Frau, wenn wieder die trunkenen Gäste bei Tanz und Zeche Streit beginnen, nehmt den Topf zur Hand und dreht ihn vor der Tür des Saals im Oehrn, da wird man hören durch das ganze Haus ein mächtiges und herrliches Getöne, daß alle gleich die Fäuste werden sinken lassen und guter Dinge sein, denn jählings ist ein jeder nüchtern und gescheit geworden. Ist es an dem, so werfet Eure Schürze auf den Topf! da wickelt er sich alsbald ein und lieget stille.“