Der Hinterleib hoch gewölbt, im Umkreise eiförmig, fünfringelig, stark borstig.

In anatomischer Hinsicht, wenigstens was die weiblichen Genitalien anlangt, stimmen die Braulina mit den Hippobosciden sehr überein. Die Eierstöcke bilden auch hier nach meiner Untersuchung zwei ovale Säcke, aus welchen die Eileiter durch einen kurzen Eiergang in einen geräumigen, fast herzförmigen Sack (Uterus) münden. Receptaculum seminis scheint zu fehlen, wenigstens habe ich ihn nie auffinden können. Eine Secretionsdrüse mit zahlreichen baumartigen Verzweigungen vorhanden. In beiden Eierstöcken sind im Ganzen nur vier Keime anzutreffen, die, jeder einzeln, ihre Ausbildung zu erwachsenen Larven im Uterus erhalten und die Larven daselbst von dem durch die Secretionsdrüse abgesonderten Saft leben. Wenn die Larve im Mutterleibe erwachsen ist, legt die Braula sie ab, oder vielmehr, sie lässt sie einfach fallen und giebt sie dem glücklichen Zufall preis.

Die Larven (Taf. II. Fig. 7.) sind 0,5‴ lang, elfringelig — die Ringelung jedoch nur unter dem Mikroskop sichtbar — ganz glatt, weiss, acephal, d. h. blos mit zwei äusserst kleinen, in den Körper sehr einziehbaren braunen Häkchen bewaffnet, am hinteren Ende mit zwei sehr kleinen in eckigen Vertiefungen stehende Stigmen versehen, also metapneustisch.

Schon denselben Tag, nachdem sie gelegt worden, erhärtet ihre Haut und sie stellt so eine ovale Tonnenpuppe dar, welche aus elf feinen Ringen besteht und eine anfangs schmutziggelbliche, später eine dunklere, fast bräunliche Farbe erhält.

Genus. Braula Nitsch. Bienenlaus.

Nitsch, die Familien und Gattungen der Thierinsekten, in Germars u. Zinkens (Sommers) Magazin für Insektenkunde. Tom. III. (1818) pag. 286, 314.

Character der Familie.

Braula coeca Nitsch. Blinde Bienenlaus.

Nitsch, die Famil. u. Gattung. etc. in Zinkens Magaz. für Insektenkunde. Tom. III. 1818. pag. 286, 314.

Réaumur, Mémoires pour serv. d'hist. nat. d. Ins. Tom. V. pag. 717. Tab. 38. Fig. 1-3.