Die Ordnung weicht durch unterständigen Fruchtknoten und Fehlen der Nebenblätter von den Rosifloren ab.

1. Familie Thymelaeaceae. Daphne Mezereum ([Fig. 656]). Giftiger Strauch unserer Wälder, blüht im Februar bis April vor Entfaltung der Blätter aus den vorjährigen Knospen. Die rosenroten stark duftenden Blüten sind kronenlos, im übrigen vierzählig, haben aber nur ein Fruchtblatt und eine hängende Samenanlage im Fruchtknoten, der sich zu einer hochroten Beere entwickelt. Die Blätter stehen zunächst schopfförmig, bis die Achse sich streckt. In den Alpen und im Mittelmeergebiet mehrere Daphne-Arten, die alle giftig sind.

Offizinell: Cortex Mezereï (Pharm. helv.) von D. Mezerum.

Fig. 656. Daphne Mezereum. 1⁄2 nat. Gr. Offizinell und giftig.

Fig. 657. Diagramm von Oenothera (Onagraceae). Nach F. NOLL.

Zu der 2. Familie Elaeagnaceae, die durch aufrechten Stand ihrer Samenanlage unterschieden ist, gehören der Sanddorn, Hippophaë, und die Ölweide, Elaeagnus. Blätter und junge Zweige sind bei beiden Pflanzen mit glänzenden Schildhaaren bedeckt, ebenso bei Shepherdia ([S. 47]).

3. Familie Lythraceae. Der einheimische Weiderich, Lythrum Salicaria, hat eine typisch sechszählige, durch trimorphe Heterostylie ([S. 484]) ausgezeichnete Blüte mit zwei bis sechs Fruchtblättern.