Zwittrige, durchaus fünfgliedrige, strahlige Blüten mit oberständigem, gefächertem Fruchtknoten [also K5, C5, A5 + 5, G(̱5)] finden sich bei den meisten Angehörigen der Ordnung. Sind die Blüten dorsiventral, so tritt häufig Reduktion ein (Polygalaceen). Die Staubblätter sind am Grunde verwachsen, obdiplostemon oder haplostemon und führen an ihrer Außenseite Nektarien oder solche sind als ringförmiger intrastaminaler Diskus vorhanden (Rutaceen). Die Samenanlagen sind meist hängend orientiert, mit aufwärts gerichteter Mikropyle und ventraler Raphe oder haben bei abwärts gerichteter Mikropyle eine dorsale Raphe.
Fig. 724. Blütendiagramme von Geraniaceen. A Geranium pratense. B Pelargonium zonale. Nach A. W. EICHLER.
Fig. 725. Frucht von Pelargonium inquinans. Vergr. 3. Nach H. BAILLON.
Fig. 726. Linum usitatissimum. A Nat. Gr. B und C Vergr. 3. — Offizinell. Gez. H. SCHENCK.
Fig.727. Erythroxylon Coca. 2⁄3 nat. Gr. — Offizinell.
Zu der 1. Familie Geraniaceae gehören die Gattungen Geranium mit radiären und Pelargonium mit dorsiventralen Blüten ([Fig. 724]); beide haben handnervige Blätter. Die fünf geschnäbelten Fruchtblätter führen zwei Samenanlagen in jedem Fache; sie lösen sich bei der Reife von einem Mittelsäulchen ab, öffnen sich dabei und entlassen den Samen oder bleiben geschlossen und können sich durch hygroskopische Krümmungen der Grannen in die Erde einbohren ([Fig. 725], vgl. Fig. [295], S. 276).