Dann aber ist allerdings zu hoffen, dass sich im Verlaufe einer Generation alle Grossstädter an das Draussenwohnen und seine Vorteile für Leib und Seele der Familien so sehr gewöhnen werden, dass die Nachfrage nach eigentlichen Wohnungen in der Stadt und mit ihr der unnatürlich in die Höhe geschraubte Bodenwerth beträchtlich sinkt, so dass es bei den Umbauten der Zukunft wieder ganz von selbst praktischer werden dürfte, den Raum weniger sparsam auszunutzen.

Sollten indess diese Massregeln sich als nicht ausreichend erweisen, dann, aber auch dann erst dürfte und müsste man dem Gedanken einer Expropriation des ganzen städtischen Grundbesitzes durch die Kommune näher treten, um das Grundübel der Wohnungsfrage, die stetige Steigerung des freihändig verkauften Bodenwerths, an der Wurzel zu fassen und wenigstens für spätere Generationen nach erfolgter Amortisation der Kaufsummen erträglichere Verhältnisse anzubahnen.

VII.
Moderne Unsitten.

1. Der Blumenluxus.

Der Strauss, den ich gepflücket,

Grüsse Dich viel tausend Mal!

Ich habe mich oft gebücket

Ach, wohl ein tausend Mal,

Und ihn an’s Herz gedrücket