Noch sieht man den Plan, der diesem Garten einst die Wege zur Schönheit vorschrieb.
Aber das Haus auf der Höhe, von den starken Linien der Rampen und Treppen vornehm umrissen, liegt wie von zu langem vergeblichem Warten müde geworden, stumm und teilnahmslos auf der Terrasse. Alle seine Augen sind fest geschlossen, und eine bange Stille, wie von schweren Träumen erfüllt, schwebt feindlich und abweisend zwischen dem toten Hause und dem von geil gewordenem Leben verwilderten Garten.
Und doch war dies alles, diese unendliche Weite des Parkes, diese herrliche Linienpracht des Hauses aus dem Gedanken des Glücks gewachsen.
Dem Willen zum Leben sollte es ein Altar werden, auf dem die Dankopfer der Freude durch Tage und Nächte hinauflodern sollten. –
Wie war es doch so anders geworden.
Wo weilen die, denen dies vornehme Heim die Brücke zu allen sieben Seligkeiten der Erde hatte werden sollen?
O über die traurigen Möglichkeiten des wandelbaren Menschenherzens!
Kann eine Liebe sterben, die wie eine rotglühende Sonne über den Herzen stand; kann eine Treue schwinden, die wie eherne Ketten Seelen zu binden schien?
Arme Menschenerde, die du unter dem Fluch aller Wandelbarkeiten stehst.
Ja, Liebe kann sterben.