„Ja.“

„Du irrst dich.“

„Also, was thust du denn, lieber Alter?“

„Ich suche das Leben und kann’s nicht finden.“

„Das Leben,“ jauchzte das Kind.

Und es kletterte über einen Bücherstoß zum vergitterten Fenster hinauf, schob den Vorhang zur Seite und stieß den Flügel auf.

„Aber da ist ja das Leben, da draußen ist’s.“

Die Luft wehte frisch herein, der Klang von Menschenstimmen, Wagenrollen, der Pfiff der Eisenbahnen tönte in den Räumen.

„Da draußen?“ sagte der Alte. „Nicht möglich!“

Das Lämpchen verlosch, erschreckt durch den frischen Luftzug. Und nun sah das Kind, daß der Alte gelb war, wie die Blätter seiner Bücher, und daß seine Haut den Pergamenteinbänden derselben glich.