Max Brod
Die Höhe des Gefühls
Szenen, Verse, Tröstungen
25 Exemplare auf Bütten, vom Autor signiert in Ganzleder gebunden je Mark 15.—
Geheftet Mark 3.— Gebunden Mark 4.50
Berliner Tageblatt: Der Titel „Die Höhe des Gefühls“ bezeichnet einen Zustand außerordentlicher seelischer Steigerung, der ein Hinausgehen über die sonstigen Grenzen der lyrischen Form zum szenischen Bilde notwendig macht, indem der Träger des Gefühls sich selbst in den leidenschaftlichen Beziehungen zur Umwelt darstellen muß. Durch eine ins Großartige aufstrebende biblische Düsterkeit und Erlebniskraft erhebt sich das Schlußstück „Die Arche Noah“ zu einer Musik des Wortes und Sinnes, die man als ein poetisches Oratorium ansprechen möchte.
Neue Freie Presse, Wien: Es dünkt mich das innigste, echteste und zugleich kühnste, selbstbewußteste der Brodschen Bücher. Hier gab der Dichter vielleicht sein Tiefstes: ein Paradigma der Menschheit, ihrer Irrungen und Versuchungen, ihrer Verstrickungen und Erlösungen in Form einer kurzen und gedrängten, phantasievoll vergegenwärtigten Szene. Irgendein Unsagbares schwingt hierbei noch mit, das ich nur durch das Wort „Musik“ anzudeuten vermag.
Die Zeit, Wien: Etwas Weltabgewandtes, Abseitiges, nach innen Gekehrtes, das mit unserem Gefühls- und Gedankenleben mehr zu tun hat, als Krieg und Börse, zieht uns mit seltsamer Gewalt zu diesen Blättern und dennoch spürt man verhalten den heißen Atem unserer Zeit darin. Über die neue Gabe des jungen Prager Dichters wird man sich freuen: sie gehört zu den in unserer Zeit so seltenen reifen und harmonischen Büchern, die gleichweit von erdfernem Optimismus und kokett-ironischer Weltschmerzlichkeit entfernt sind.
Prager Tageblatt: Brods Kunst erscheint hier wunderbar gesteigert, losgelöst vom stofflichen Zwang, wie auf Flügeln die Welt durchmessend. Der Verlag hat dem Werk übrigens ein ganz erlesenes Kleid gegeben.