Bankdirektor Ellgers klopft nervös mit dem Bleistift auf die Tischplatte.
»Wir sollten uns mit diesen Lappalien nicht aufhalten,« sagt er ungeduldig, »ich bin für Annahme und zeichne für meine Bank tausend Mark.«
Sämtliche Herren folgen, bis auf Direktor Gidli, der erst seine Gesellschaft fragen muß.
Damit ist die Sitzung beendet.
Bankdirektor Ellgers verabschiedet sich sofort. Friemann begleitet ihn zur Tür. Auch Generaldirektor Jäckel, der noch den Zug für eine andere Sitzung erreichen will, ist in Eile. Er hat sich an den Debatten nicht mit einem einzigen Wort beteiligt, behauptet aber, einen Mordsdurst bekommen zu haben.
»Wir sehen Sie doch am nächsten Donnerstag?« fragt ihn der Kommerzienrat unter Händedrücken. Auch Dr. Immermann wird noch einmal erinnert.
»Wissen Sie,« sagt der Kommerzienrat, während er sich im Hinausgehen in Immermanns kraftlosen Arm hängt, »meine Frau kann ohne die kleinen Gesellschaften im Hause nicht mehr leben. Sie behauptet, sie bekäme sonst keine Menschen zu sehen. Wir vom Alltag zählen nicht zu den Menschen.«
»Ja, die Frauen sind verwöhnt«, sagt Dr. Immermann mit seiner dünnen Stimme.
Auch am anderen Ende des Konferenztisches beginnen die Herren sich zu regen. Direktor Haarland richtet sich aus seiner bequemen Lage auf und reckt den breiten Oberkörper, die Hände in den Hosentaschen.
»Ja, wissen Sie,« ruft er zu Direktor Othwig hinüber, der mit Kommerzialrat Mödl vom Boxsport spricht, »in England ist das doch etwas anderes. Da spielt der Amateur eine viel wichtigere Rolle, und ein Berufsboxer wird zu den vornehmsten Herrengesellschaften geladen. Hier aber bringt man ihn mit seinen Damen zusammen.«