[Anmerkung des Bearbeiters: Die Errata wurden in diesem Text korrigiert.]
| Seite | 12 | Zeile | 1 | von oben | lies | 16 statt 6. |
| " | 14 | " | 2 | " " | " | Salt-River statt Liesbeekfluß. |
| " | 18, 20, 21, und 28 | " | Bakensfluß statt Bakerfluß. | |||
| " | 48, | Zeile | 5 | von oben | " | Steinhäuschen statt Holzhäuschen. |
| " | 52, 56, und 73 | " | Jagersfontein statt Sagersfontein. | |||
| " | 69 | Zeile | 5 | von unten | " | flea statt flie. |
| " | 71 | " | 4 | " " | " | Botlaros statt Botlaris. |
| " | 74 | " | 16 | " " | " | Diggers statt Diggings. |
| " | 83 | " | 2 | " " | " | buyers statt keepers. |
| " | 89 und 92 | " | Krichofarm statt Krikofarm. | |||
| " | 113 | Zeile | 7 | von oben | " | Nomansland statt Normannsland. |
| " | 134 | " | 14 | " unten | " | 3 statt 83. |
| " | 136 | " | 14 | " oben | " | Alluvial Periode statt Kreideperiode. |
| " | 136 und 137 | Zeile | 2 | von unten | lies | Cobra statt Mamba |
| " | 138 | Zeile | 8 | von oben | lies | Cobra statt Mamba. |
| " | 139 | Zeile | 14 | von oben | lies | Cobra statt Mamba. |
| " | 142 | " | 12 und 17 | von oben | lies | Harts-River statt Vaal-River. |
| " | 144 | lies: | Im Schlamme des Harts-River statt Vaal-River. | |||
| " | 149 | Zeile | 1 | von unten | lies | Fingo's statt Betschuana's. |
| " | 141 | " | 5 | " oben | " | Kafirkorn statt Kaffee, Korn. |
| " | 151 | " | 2 | " unten | " | 12-25 Ctm. statt 12-15 Ctm. |
| " | 173 | " | 2 | " " | " | Schalenüberreste statt Schneckenüberreste. |
| " | 188 | " | 3 | " " | " | Waggonhoutbaumes statt Waggonboutbaumes. |
| " | 199 | " | 11 | " " | " | Bluebusches statt Bluebustes. |
| " | 200 | " | 3 | " " | " | Jadgspruit statt Sagospruit. |
| " | 231 | " | 3 | " oben | " | banje statt lantsch. |
| " | 235 | " | 13 | " unten | " | dreiseitig statt vierseitig. |
| " | 334 | " | 7 | " oben | " | (Tukans) statt (Zulies). |
| " | 460 | " | 6 | " " | " | unbedeutend statt ziemlich. |
| " | 465 | " | 7 | " " | " | ersteren statt letzteren. |
| " | 469 | " | 6 | " " | " | Banquaketse statt Bakwena. |
| " | 521 | " | 16 | " unten | " | Geologie statt Geschichte. |
| " | 521 | " | 4 | " " | " | 1/10 Gramm statt ½ Gramm. |
| " | 521 | " | 3 | " " | " | Tinctura Aconiti Napellus statt Aconiti a Napellus. |
| " | 523 | " | 13 | " " | " | dieser Reiche statt dieses Reiches. |
I.
Auf der Fahrt nach dem Cap.—Die Capstadt.—Port Elizabeth.
Neues frisches Leben durchrieselt unser ganzes Sein, alle körperliche und geistige Lethargie ist mit einem Zauberschlage regster Beweglichkeit gewichen, wenn nach mehrwöchentlicher Seefahrt, von Southampton nach Süd-Afrika, und mag sie auch noch so glatt und angenehm verlaufen, der Capitän des Schiffes uns die frohe Botschaft von der Nähe des erwarteten Landes in wenigen trockenen Worten verkündet. Nicht ein, nein, zahllose Male stürmen wir aus dem comfortablen und luxuriös eingerichteten Salon der ersten Cajüte des imposanten Dampfers[[1]] auf das Deck, unsere Wangen sind geröthet, in unserem Auge scheint sich die Spannkraft des ganzen Nervensystems zu polarisiren, und mit fieberhafter Ungeduld spähen wir an den fernen Horizont, denn jeden Augenblick kann der Marsgast aus dem Mastkorbe das Erlösungswort »Land« auf das Deck herabrufen. Schon glauben wir den Gipfel eines hohen Berges über der Scheidelinie zwischen Ocean und dem unendlichen Luftmeere auftauchen zu sehen—doch nein—es ist die Mastspitze eines uns entgegen segelnden Fahrzeuges. Eine Täuschung, die durch die hochgespannte Erwartung doppelt bitter erscheint. Endlich ist es unläugbare Wahrheit, am südsüdöstlichen Horizonte zeichnet sich auf einer hellen, leichten Bank von Federwolken ein bläulicher, flacher Streifen ab, der von Minute zu Minute immer höher aus den Tiefen des Oceans aufsteigt. Es ist die Krone einer imposanten Felsenburg, jener steinerne Herold Afrika's der in der Entdeckungsgeschichte unseres Erdballs einen ewig denkwürdigen Wendepunkt bildet—der Tafelberg.
[1] Die Ueberfahrtsdauer von Southampton über Madeira nach der Capstadt mit den Dampfern der beiden Concurrenz-Gesellschaften »Union Steam Ship Company« und »Donald Currie & Cie.« ist in den letzten Jahren bis auf 20 und 18 Tage abgekürzt worden.
Dieses Gefühl der Sehnsucht nach festem Boden, es steigert sich aber bis zur peinlichsten Ungeduld, wenn das Schiff auf seiner langen Fahrt mit all' den Launen und Tücken des Ocean's zu kämpfen hat; wenn der Neuling zur See, anstatt alle jene originellen, wunderbaren Phänomene des Meeres, die prächtige unvergleichliche Erscheinung des Sonnen-Auf- und Untergangs, das Spiel in der Färbung des Himmels und Wassers, das possirliche Treiben der Delphine und fliegenden Fische zu bewundern, einem Gefangenen gleich in der engen Cajüte Schutz vor Sturm und Wetter suchen muß; wenn an Stelle der scheidenden Sonne, welche den weiten Plan mit leuchtenden Bändern flüssigen Feuers durchsetzt—ein Bild, das sich dem für Natur-Erscheinungen empfindlichen Gemüthe mit unauslöschlichen Zügen einprägt—die Windsbraut, dunkle regengeschwängerte Wolkenmassen in rasender Eile dahinjagt, wenn das Meer, anstatt in leicht gekräuselten, kosenden Wellen am Bug des Schiffes sich brechend, sich in seinem ganzen majestätischen Zorne zeigt, im Kampfe mit dem Erbfeinde die Wogen aufthürmt zu mächtiger Höhe und diese donnernd zusammenbrechen, daß fast dem Sturme davor bangt, wenn das mächtige Fahrzeug in allen Spanten und Fugen ächzt und stöhnt.
So aber zeigte sich mir der Ocean: Von sechsunddreißig an Bord des »Briton« auf der Fahrt von Southampton über Madeira nach der Capstadt verlebten Tagen—26. Mai bis 1. Juli 1872—hatten wir mehr denn dreißig Tage stürmisches Wetter, volle vier Wochen litt ich an einer heftigen Dysenterie, welche meine Kräfte derart herabgebracht hatte, daß ich kaum mehr zu hoffen wagte, das Gestade Süd-Afrika's lebend zu erreichen. Bei einem solchen Körper- und dem damit verbundenen Seelenzustande werden es die geehrten Leser wohl leicht begreiflich finden, daß ich vor Begierde brannte, festen Boden unter mir zu fühlen, war doch dieser Boden mein heiß ersehntes Ziel, die Stätte, an der ich in jahrelanger Thätigkeit der Wissenschaft meine Kräfte zu widmen gedachte. Obwohl todtmüde, fühlte ich neue Kraft in meine Glieder dringen, als der Ruf »Land« in der zweiten Cajüte bekannt wurde, unverwandt prüfte ich den Horizont und wich nicht früher vom Platze, bis nicht der Tafelberg und seine beiden Genossen, der Löwenkopf zur Rechten und der Teufelsberg zur Linken, sowie die sich nach Süden dieser Gruppe anschließenden zwölf Apostel in ihrer ganzen Massenhaftigkeit mir vor Augen lagen.