[29] Etwa 300 Duplicate nicht eingerechnet.

[30] Etwa 500 Duplicate nicht eingerechnet. Davon sind 50 Exemplare gekauft, die übrigen selbst gesammelt.

[31] 400 Stück nicht mit eingerechnet, von denen ich viele in letzter Zeit schleifen ließ und welche sich als Onyxe von besonderer Schönheit und an Nickelmetall reiche Jaspisgeschiebe erwiesen haben.

[32] Siehe den Hinweis in Anhange zum ersten und zweiten Bande

[33] Siehe [Anhang 12].

Anhang

1) Die Roiwater-siekte, welche die Zugthiere in Natal und den angrenzenden Freistaat- und Transvaal-Partien in manchen Jahren decimirt, tritt meist zur Zeit der Grasreife auf und besteht wohl in einer acuten, doch auch chronischen Entzündung der inneren Harnorgane, zuweilen auch mit Ruhr verbunden. Blutharnen ist eines der gewöhnlichsten Symptome. Die erkrankten Thiere scheinen große Schmerzen zu leiden, denn viele blöken mit hoch emporgehobenem Kopfe, manche drehen sich dabei im Kreise herum. Die Thiere erkranken am Orte selbst, wo sie den Krankheitsstoff (gewisse Pflanzen) in sich aufgenommen, oder auch acht bis zehn Tage später, nachdem sie bereits die betreffenden Gegenden verlassen haben. Bei manchen hat es den Anschein, als ob sie das Uebel in einer gelinden Form überstanden hätten und da soll man sofort die Thiere von der Arbeit nehmen und sie womöglich in gegen kalte Winde geschützten Partien bis zur vollen Genesung halten. Beläßt man sie jedoch im Joche und hat man zur selben Zeit unter kaltem Regen zu leiden, so erkranken die Thiere unter den gefährlichsten Symptomen und die Fälle enden dann meist tödtlich. Als bestes Heilmittel bezeichnete man mir fünfzehn bis zwanzig Tropfen mit Wasser verdünntes Chlorodyn, welche den Thieren von fünf zu fünf Stunden eingeflößt werden.

2) Bei der Untersuchung der Wunde des Kriegers in Schoschong fand ich mehrere eiternde Wundkanäle, welche dafür sprachen, daß der Knochen oben und unten abgefault war. Ich entschloß mich die losen Fragmente zu entfernen und da der Kranke eine Erweiterung der Wundkanäle mittelst eines Messers nicht gestatten wollte, erreichte ich den beabsichtigten Zweck durch ein mehrmaliges Abbrennen mit Lapis, da es jedoch nicht möglich war, das untenliegende, über acht Zoll lange Knochenstück auf diesem Wege zu entfernen, lieh ich mir von Herrn Mackenzie eine Blechscheere, führte ihre Spitzen in den Wundkanal ein, zwickte den todten Knochen durch und extrahirte ihn wie alle übrigen in Mangel eines anderen Instrumentes mit einer Mahlzahnzange. Ich entfernte etwa fünfundzwanzig Knochenstücke und fand dann mit der Sonde die Wundkanäle, welche durch Kugelsplitter entstanden waren. Nun war es mir möglich, an der Hinterseite des Unterschenkels durch frische Einschnitte Fragmente zu entfernen. Mittelst eines wohl noch nie zu einem solchen Zwecke gebrauchten Meißels schabte ich die vordere, ebenfalls etwas cariös gewordene Fläche der Fibula rein und reinigte die erkrankten Stellen mit adstringentia. Als ich den Mann zwölf Monate später wieder sah, hatten sich die beiden Enden des Schienbeines durch neue Knochenmasse vereinigt und der Mann, der sich zuweilen beim Gehen auf einen Stock stützte, hatte blos einen etwas verbreiterten Schienbeinknochen.

3 u. 4) Waren die Kopfschmerzen und der Blutandrang zum Kopfe zu heftig geworden, so half ich mir durch das Auflegen von starkem Senfpflaster auf den Hals, in Folge dessen der Kopf profus zu schwitzen begann und die beklemmenden Zustände nachließen. Während der sechzehn Monate, welche Zeit hindurch ich an Fieber litt, machte ich in verschiedenen Perioden zusammengefaßt, nur ungefähr durch zwei Monate von kleinen, nie zwei Gran übersteigenden (meist eingranigen) Chinindosen Gebrauch. Von bestem Erfolge erwiesen sich starke Schweiße, welche anfänglich wohl schwächten, jedoch die Athembeschwerden, die Kopf- und Nackenschmerzen, sowie das Gliederreißen und das dumpfe Gefühl der Schwere in den Oberschenkeln behoben.

5) Während der Fahrt durch das Makalaka-Land folgte ein Makalaka-Diener Bradshaw’s mit Namen Mapani unserem Wagen. In einer der dichteren Partien des Waldes sah ich eines Tages einen alten und einen jungen Mann im Grase liegen von welchen der Jüngere Mapani plötzlich anrief. Dieser hatte die Beiden kaum bemerkt, als er im nächsten Augenblicke zu ihnen hinsprang, seinen Hut vom Kopfe riß und dem alten Manne (seinem Vater) zu Füßen lag und unter einem mehrmaligen »Rumela« zwei eiserne Hauen aneinanderschlug. Als er sich wieder erhoben hatte, sah ich zum ersten Male Thränen in den Augen eines erwachsenen Schwarzen. Als wir später hielten suchte Mapani eine Greisin auf, welche mit vieler Mühe etwa fünfzig Pfund Korn für ihn gebracht hatte. Es war die Mutter des Makalaka-Dieners.