Franz von Königsbrun-Schaup, geb. am 22. Februar 1857 in Cilli, schuf und befestigte seine litterarische Stellung durch die beiden Romane: »Die Bogumilen« und »Hundstagszauber«, die ihn als feinsinnigen Erzähler erkennen lassen. Künstlerisch weniger hoch stehen seine »Gedichte« und »Märchen«, und der mit Wolters zusammen geschriebene Schwank: »Der Hochzeitstag«, wird auf litterarischen Wert wohl überhaupt keinen Anspruch erheben.
Fedor von Zobeltitz, geb. am 5. Okt. 1857 in Spiegelberg, gehört zu unseren besten Unterhaltungsschriftstellern. Von seinen letzten Romanen erregte besonders »Der gemordete Wald« Interesse. Um die deutsche Bibliophilie hat sich Z. durch Herausgabe der »Zeitschrift für Bücherfreunde« verdient gemacht.
Hanns von Zobeltitz, geb. am 9. Sept. 1853 in Spiegelberg, schrieb eine Reihe Unterhaltungsromane im Stile des »Daheim« und der »Velhagen und Klasing'schen Monatshefte«, deren Redakteur Z. ist.
Ida Boy-Ed, geb. am 17. April 1852 in Bergedorf, eine der begabtesten Schriftstellerinnen der alten Schule, veröffentlichte eine große Zahl von Romanen, von denen »Die Schwestern«, »Abgründe des Lebens«, »Fanny Förster« und »Aus Tantalus' Geschlecht« den meisten Anklang fanden.
A. v. der Elbe (Pseudon. für Auguste von der Decken), geb. am 30. Nov. 1828 in Bleckede, setzte die »Chronica eines fahrenden Schülers von Clemens Brentano« fort und wandte sich vorzugsweise historischen Stoffen zu (»Lüneburger Geschichten«, »Brausejahre«, »Apollonia von Celle«, »Die jüngeren Prinzen«, »Der Seekönig« u. a.).
Claire Glümer, geb. am 18. Okt. 1825 in Blankenburg, führte sich mit Novellen und Skizzen in die Litteratur ein. (»Düstere Nächte«, »Aus der Bretagne«, »Junge Herzen«.)
Sophie Junghans, geb. am 3. Dez. 1845 in Kassel, ist Verfasserin einer Reihe von Unterhaltungsromanen, von denen »Der Bergrat«, »Ein Kaufmann«, »Lore Fay«, »Schwertlilie« und »Um das Glück« die bekanntesten sind.
Luise Westkirch, geb. am 8. Juli 1858 in Amsterdam, behandelte in ihren Romanen und Novellen mit männlicher Kraft und Rücksichtslosigkeit sociale Probleme der Gegenwart: »Aus dem Hexenkessel der Zeit«, »Die Streber«, »Los von der Scholle« u. a.