Laßt mich nicht warten, ihr vielen, vielen,
Heraus, heraus!«
Ein lautes Pochen an der Thür und ungestümes Auf- und Niederdrücken des Griffes unterbrach sie höchst unangenehm. Zugleich wurde Gretes Stimme laut.
»Warum schließt du dich denn ein? Mach’ schnell auf, ich bringe dir etwas!«
In aller Eile befestigte Flora ihr Haar, schob dann den Riegel zurück und fragte ärgerlich: »Was willst du denn?«
Grete war in das Zimmer getreten und sah sich verwundert um. »Du sprachst doch eben laut,« sagte sie, »mit wem hast du dich denn unterhalten?«
Flora blieb ihr die Antwort schuldig; sie sah ihr Manuskript in Gretes Hand, ungestüm nahm sie es an sich.
»Gieb her! Wie kommst du zu meinem Hefte?«
»Nur nicht so heftig,« entgegnete Grete, »was fällt dir denn ein? Es ist die reine Gefälligkeit, daß ich es dir bringe. Doktor Althoff hat es mir für dich übergeben.«
»Warum ließ er mich nicht selbst rufen? Du wirst dich wohl wieder vorwitzig aufgedrängt haben, es ist so deine gewöhnliche Art. Uebrigens jetzt kannst du wieder gehen, ich möchte allein sein!«