Der Stoff der Welt ist bildsam und gefügig, aber etwas Böses kann der ihn beherrschende Geist damit aus sich selbst heraus nicht vornehmen, weil Schlechtes in ihm gar keine Statt hat. Durch ihn kann nichts zu Schaden kommen, und es ist nichts, was sich nicht ihm gemäß gestaltete und vollendete.
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Darauf darf dir nichts ankommen, ob du vor Kälte klappernd oder im Schweiß gebadet deine Pflicht tust; ob du dabei einschläfst oder des Schlafes überdrüssig wirst; ob du dadurch in schlechten oder in guten Ruf kommst; ob du darunter das Leben einbüßest oder sonst etwas leiden mußt. Denn auch das Sterben ist ja nur eine von den Aufgaben des Lebens. Genug, wenn du sie glücklich lösest, sobald sie dir vorliegt.
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Sieh auf den Grund jeder Sache! Ihre Eigenschaften dürfen deinem Blick ebensowenig wie ihr Wert entgehen.
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In der Sinnenwelt verwandelt sich alles sehr schnell und löst sich entweder auf, wenn die Körperwelt ein Ganzes bleibt, oder zerstreut sich in Atome.
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Die alles beherrschende Vernunft weiß wohl, in welcher Stellung sie sich befindet und auf welche Art von Stoff sie wirkt.
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