Zu sant Walpurgen tag [1 Mai] in dem sibentzigsten jare setzt man achtundzweintzig linten vorn am perg unter der vesten inwendig der stat mit einer, die man auf die hoch vor Albrecht Kressen haus auch setzet. so pust man uf dieselben zeit ein zwuunddreissig linten auf die Schüt und Sweinmarckt, die man setzt an ettlicher ander stat, die man vor gesetzt hett und verdorben waren. der linten kost auch eine drei pfenning zu graben und drei pfenning zu furen herein von der stat walthawer.

In dem sibentzigsten jare am erittag nach sant Mertheins tag [13 Nov.] setzt man in Schießgraben am Sant hinter der stetten pei dem inneren Laufferthore viertzehen junger linten und zwenundzweintzig junger vogelpaum, desgleichen auf die vesten in Sebolt Kressen und des richters des Bemers garten in iedem zwen [197b] vogelpaum, und auf der Schüt und auf dem Sweinmarckt do versetzt man ettlich linten an der stat, die vor do stunden und verdorben [warden] etc. und der kost ie eine drei pfenning zu graben und drei pfenning zu faren herein etc.

[198a] Von der [alten schrift] am thuren.

Diese hernachgeschrieben schrift die steet mit alten grossen puchstaben in den stein gehawen an dem grossen thuren, der an dem Manghaus steet pei sant Katherein prucken und lautet also: anno domini MoIIIcXXIIIo kalendas mense may, der des thurns ein paumeister gewesen ist Conrat Stromer, des helf uns der heilig Crist. amen.

[198b] Von Hannsen Grassers seligen püchern.

Item so hab ich durch vleissig pette und manich ersuchung von Gottlieb und Paulus den Volckamern als vormunde der Hannsen Grasserin seligen gescheft entlehent sechs pucher, dorein der Hanns Grasser seliger seine ding der stat pewe halben geschriben hat etc. die ich mit vleiß übersehen und gelesen hab, die aber gar slecht geschriben und nirgen dorpei, was man keinem der stat arbeitter geb oder geben hab, dann allein die summ, so er alle wochen außgeben hat oder mit den er gerechet hat, alles auf das kurtzst angeschriben etc. nachdem die pewe groß und der ding die zeit vill und ime villeicht verdrießlich gewest ist, noch dem vertrawen, den ein erber rat sust zu im gehabt hat, so hat es ser slechtlichen angeschriben etc. dieselben pücher hab [ich] Paulus Volkamer wider heim geschickt und darauß gezeichent diese hernach geschriben stucklein.

Item am ersten vind ich, das er in dem einundviertzigsten jare dem Gürtler geben hat von dem wilde und thieren im statgraben zu warten zwelf pfunt alt, auch von dem heimlichen gemach im loch acht pfunt alt und für die andern klein kost achtundfunfzig pfenning geben hat, auch von einem hundert quader eich und trinckgeltz zwelf pfenning und zu zeitten zweintzig pfenning geben hat; fur ein pfunt wagenschmiere von dem Rudolf in der wag funfthalben pfenning, von einem perckeisen zu stehellen ailf pfenning dem Jacob, schmit pei dem Laufferthore, fur zwai grosse prunnseille auf die vesten zehen pfunt alt geben, des Huffnagels slossersknechten von viertzig pfunt alt, so sein rechnung gemacht hat, dreissig pfenning trinkgeltz geben.

Item darnach vinde ich, das er in dem zweiundviertzigsten jar meister Friderichen Weissen zu liebung für ein stoß holtz geben hat zwai pfunt novi, funftzehen schilling. mer nochdem kein trinckgelt desselben jars gefallen ist gewest, hat er im zehen pfunt [199a] novi geben und Ulrich Unger, dem parlierer, funf pfunt alt, auch dem Johanns Steinschreiber vier pfunt alt geben hat. mer für ein tausent flacher dachzigelstein zweintzig pfunt und fur ein tausent hocken und preiszigel zwelf pfunt alt, und fur ein tausent kerb und meullein viertzehen pfunt alt, auch für ein kellzigel siben pfenning; auch des Heintz Höhels, des walthawers, knecht fur ein trinckgelt zu des waldhawers rechnung achtundviertzig pfenning und zu zeitten dreu pfunt alt, für ein kettensloß zu gassenketten vierundzweintzig pfenning und das eisen darzu. der kupferein slott auf sant Laurentzen thuren kost funf und zweintzig guldein reinisch; der schallen eine, darmit man das rathaus geflastert oben hat, kost funftzehen pfenning. den [hantsegern] hat er geben von einem schnit sibenthalben und siben pfenning.

Item darnach in dem vierundviertzigsten jar gab er fur ein puchsenstein zu der Kaltenpurgerin zu hawen funftzehen pfenning von einem stein; mer dem Kressen und Paulus Stromeir auf der vesten hat man vier wasserkuffen geben; mer fur ein hundert schintel hat man geben achtzehen und einundzweintzig pfenning.