Mühlen:
(Über die mühlen mag man abzeichen s. 86–88 und Waldau Neue Beiträge bd. II. s. 73–86 vergleichen.)
Almosenmühle, führt auch heute noch diesen namen, den sie von dem almosamte trägt, dem sie gehörte. Sie wird vom Fischbach getrieben und liegt an der ecke der Huter- und Mühlgasse, am wege vom Kornmarkt (Josephsplatz) nach dem Unschlittplatz. Nopitsch s. 4.
Grolandsmühle, jetzt Schwabenmühle in der Kaiserstraße. Abz. s. 86, 87.
Hadermühle im osten der stadt an dem linken arm der Pegnitz. Sie heißt auch Gleismühle und Papiermühle. Vgl. die chronik Ulman Stromers im I. band der Nürnberger chroniken s. 77 ff.
Kathrinenmühle, Mühle bei S. Kathrein an der Pegnitz, unterhalb des Katharinenklosters, nach dem jetzigen besitzer die Wissische mühle genannt.
Krotenmühle an der Pegnitz, neben der Karlsbrücke, heute nach dem besitzer Eckartsmühle genannt. Abz. s. 87. Nopitsch s. 86.
Lömühle wohl unterhalb der Weidenmühle; doch kann ich eine nähere bezeichnung nicht finden.
Neue Mühl in S. Laurenzen Pfarr auf dem «Neuen Bau» auf der Lorenzer seite (s. Neue Bau), später Dürrenmühle genannt. Nopitsch s. 27. Abz. s. 87.
Neue Mühl in S. Sebalder Pfarr, später Bayern- auch Nägeleinsmühle genannt (Nopitsch s. 115) auf dem «Neuen Bau» auf der Sebalder seite.
Pfannenmühle, später Fleischbänkenmühle, zwischen den fleischbänken und dem Trödelmarkt. Abz. s. 87. Nopitsch s. 126 scheint hier ungenau zu sein.
Sandmühle am rechten ufer des rechten Pegnitzarmes, gleich nach dem einfluße der Pegnitz in die stadt. Nopitsch s. 143.
Weidenmühlen auf beiden seiten der Pegnitz am ende der Hallerwiese (s. dort).
Münzhof bei S. Katherein muß nach baumeisterb. 188, 15 neben dem Marstall gewesen sein.
Münzhof am Obsmarkt scheint nach Baumeisterb. 192, 6 ein theil des sog. Spitalhofes (s. dort).
Nadlersgraben, auch Ochsengraben. Der theil des alten stadtgrabens, vom Kornmarkt (Steig) zum Weißen Thurm. Zum großen theil überbaut. Die straße längs desselben heißt Nadlersgaße. Nopitsch s. 113.
Neue Bau heißt nach mehreren stellen des Baumeisterbuches z. b. 122, 4. 316, 21. 190, 4, 5 u. a. der stadttheil zunächst der Pegnitz an beiden ufern von der steinernen brücke zum Hallerthörlein und der stadtmauer. Jetzt heißt der platz am linken ufer Unschlittplatz, der am rechten, der doch den alten namen im volksmunde noch fortführt, Maximiliansplatz. Vgl. Nopitsch s. 115.
Neue Gaße läuft parallel mit der Tucherstraße, zwischen dieser und der Pegnitz vom Spitalplatz zum Sand.
Nonnengäßlein der obere theil des gäßchen, das vom Lorenzerplatz nach der Schuldbrücke führt.