Darnach wenn es den tag funftzehenne und sechtzehenne schlecht, so sol man zu und von der arbeit geen in aller der maß und zeit, als wenn es den tag viertzehenne schlecht, on allein zu vesper zeit soll man dann darvon geen wenn es ailiffe schlecht, und wider zu der arbeit geen wenn es zwelfe schlecht.

Ist aber das der tag wider abnimpt, so soll man in aller der maß zu und von der arbeit geen als ain zunemen des tages summer und winter.

[26a] Zu ostern, pfingsten, sant Johanns abent zu sunbenten, zu sant Merteins tag und zu weihennachten wenn es zwue hore gen nacht schlecht, so sollen die arbeitter feier abent haben und von der arbeit abgeen allenthalben wo sie arbeitten, es sein zimmerleut, maurrer, decker, tuncher, pflasterer, tagloner, oder welche die sein an der stat arbeit.

So haben die zimmer gesellen bei herrn Hannsen Colers zeitten, die weil und er der stat paumeister gewest ist, und do meister Hanns Dubinger der stat meister zimmerwercks worden ist an des Thirmans stat etc. furgenomen und allewegen ie uber viertzehen tag ein bad abent inen furgenomen, und sein einer stund ee abgangen dann sie sunst abgeen solten, das aber doch von alter also nit herkomen ist. demselben nach haben die steinmetzen gesellen ine auch furgenomen ein bad abent, und geen dergleich uber viertzehen tag allewegen auch einer stund ee ab, dann sie sunst thun solten, also das es gleich zu einer gewonheit komen ist. das hab ich ine piß here auch also nach geben und sage inen wenn sie gehorsam thun, das [sie] sunst dester vleissiger sent und zu rechter zeit zu und abe der arbeit geen, domit sie die stunde auch woll mugen herein pringen wo sie wollen etc.

[26b] Von dem lone der arbeitter und wenn man inen lonnet.

Auch so hat man vor zeitten, die weil der Endres Volckamer seliger der stat paumeister gewesen ist, den arbeittern alleweg gelonet auf den abent an den [sambstag nechten] als umb vesper zeit oder als pald darnach. so ist der stat paumeister mit sampt dem statmeister dem maurrer und dem schaffer zu der arbeit allenthalben gangen. das ist darumb gescheen, das die arbeitter bei der arbeit pleiben und nit ee abgeen dann ir rechte zeit ist. auch hat man dieselben zeit peutelein gehabt, dorein man den arbeittern iren lone gezelt hat, einem ieden sovil und im dann gepuret hat zu lone. dieselben zeit hat man zwelf und viertzehen [geender] winden stets gehabt, damit man gearbeit hat, und sein die arbeitter sere alle bei ein ander gewest auf dem graben.

Darnach bei Hannsen Grasers seligen zeitten, als er der stat paumeister gewesen ist, und seit her hat man alleweg gelonet am sambstag früe vor mittag und vor der suppen zeit, und hat das darumb getan, das die arbeitter und die armen leut vor mittag, als wenn sie zu der suppen geen, iren frawen und kinden dann das gelt mugen heim pringen, die dann dorumb fleisch, prot und anders pas kauffen und vinden zu kauffen früe dann auf den abent. auch sullen die statmeister und parlierer ir gesellen und tagloner in acht haben, also das keiner ee abgee dann ir rechte zeit ist. welicher sich aber abstele und abgieng on erlaubung ee es zeit were, den sullen die andern rugen. auf den nechsten lontag so solt im ein stat paumeister so vil stunde er ee abgangen were, einem steinmetzen und zimmergesellen zwen pfenning und einem tagloner ein pfenning von ieder stund so er ist ee abgangen, so vil abziehen oder minder lons geben etc. auch zelt man inen den lone ietzunt in puchslein einem ieden sovil und im gepurt zu lonne.

[27a] So soll man [keim] stein metzen, zimmergesellen [noch] tagloner sein lon pei der stat paumeister gestatten zu verpietten, also wo einer eim wirt oder sunst iemant schuldig were und von einem nit kont bezalt werden, das dann ein solcher wolt durch ein paumeister sein gelt einprengen. das soll nit sein und ist also nit herkomen, sunder wo das an der stat paumeister langt soll er einem solichen sagen, er pfendt oder laß niemantz mit seinem lon pfenden, sunder das sich einer fuge auf den sambstag oder nechsten lon tag früe vor suppen zeit an die ent, do sein schuldiger arbeit, und wenn man in dann löne, das er dann gedenck und sich selber zalen heiß, die weil gener das gelt bei im hab. also ist es von alter herkomen.

Nachdem und mit gewonheit also herkomen ist, das der schaffer, als ietzunt der Gürtler ist, auf der Peunt der stat paumeister am freitag oder alwegen den nechsten tag vor einem lontag an einer zettel verschriben gibt, was der arbeitter allenthalben derselben wochen sei, und [an] was arbeit sie sein oder machen oder gemacht haben die wochen, also lautenden etc. am ersten steet do der tag auf den man [lonen] soll also: sambstag vor sant Endresen tag verlönt ich vier funf oder sechs tag etc. oder dergleichen heiligen tag in ieder wochen, und wie vil tag die leut gearbeit haben, steet dorpei kurtz geschriben.

Darnach hebt er an mit den zimmer gesellen und setzt zehen, ailif oder zwelf, wie vil dann der ist, ier iedem ein tag zweintzig oder sechtzehen pfenning, darnach es am jar oder der zeit ist etc. haben holtz gezimmert auf der Peunt oder das zimmer zu werck gezogen oder abpunden oder do oder dorte gearbeit, geschickt oder gemacht, wo sie dann gewest sein die selben zeit etc. dorbei steet, und dem meister funf pfunt alt, facit als mit dem padgelt, das er dazu gerechet hat von halben oder gantzen wochen, darnach die wochen vill oder wenig werckentag gewest sein, und ir iedem badgeltz gepuret sovil oder sovil, und setzt dann des ein summ von gelt, was das als machet in einer summ sovil pfunt alt und pfenning.