bosselarbeit kleine arbeit für wenige tage [277, 8];
ebenso posselwerk [108, 34]. [278, 20].
Vgl. Grimms wb. 2, 264.
Schmeller 1, 298.

bosset adv. die steine bosset hawen, die quadern nicht flach, sondern nach art des „bäurischen werkes“ bearbeiten, an der außenseite eine erhöhung (einen „boßen“ wie die steinmetzen heute sagen) übrig laßen [40, 21].

pößler der beim steinbrechen die boßelarbeit verrichtet [85, 20].

pötzech n. der unrat [257, 5].
Schmeller 1, 303.

brachmand m. brachmonat, juni [270, 11].

brauchen sich eines dinges, bedienen [245, 21].

preis m. [95, 11]. [254, 7].
preiszigel [292, 22]. Heutzutage versteht man in Nürnberg unter breisen jene ziegel, welche den zusammenschluß von je zwei holziegeln überdecken, anderwärts die einfaßung der ziegelbedeckung eines daches.
s. Frommanns deutsche mundarten 3, 401, 17.

prengen wechselt mit pringen (so auch bei Hans Sachs, Grimms wb. 2, 384): [63, 7]. [70, 6]. [120, 30]. [220, 19] u. s. w.
ich preng [233, 4].

prente schw. f. bottich für fische [125, 1]. [266, 5].
Grimms wb. 2, 371.

pretten m. großer balken [75, 35] u. s. w. [79, 30]. [199, 20]. [239, 27].
bair. die bretten, querbalken über einer stube u. s. w. Schmeller 1, 271.