Mer so ist allen schlossern und iren gesellen hie auf dem hantwerck verpotten, das ir keiner an der stat thoren, thurnen, kremen, gewelben und an alle dem, das der stat zinst oder zugehoret, nichts machen sullen, groß noch klein, und sunderlichen an schlossen und schlusseln etc. dann allein der stat schlosser, der dann von einem paumeister darzu bestelt ist, soll das machen. doch soll derselbe stat schlosser dennoch [53a] nichtz machen, weder er noch sein knecht, zu oder an der stat arbeit, on laub auch wissen und willen eines [paumeisters], alles ongeverlichen.
Wo aber ein paumeister als vill oder nöttige arbeit zu machen hett, so mocht er woll einem anderen schlosser oder schmit auch etwas zu machen geben oder machen lossen, also das man an einen mann oder zwen nit gepunden ist.
So hab ich das werckeisen kauft das groß ie ein pfunt umb sechsundzweintzig guldein reinisch, und das rateisen ein pfunt umb sibentzehen guldein reinisch, und ein pfunt groß deuchel eisens umb neununddreissig und viertzig guldein reinisch, und ein pfunt deuchel des klein eisens umb sechsundzweintzig guldein reinisch und ein zentner stabeisens und löbnisch eisens umb ailif und zwelf pfunt alt etc. stürcz plech zu schlossen ein zentner umb sechtzehen pfunt, und dopei ein pfunt stahels [....] pf., groß eisen stangen sibentzehen schuch lang dreier finger preit eines fingers dick zu viertzehenhalb pfunt alt ein zentner zu der losungstuben.
Die pünnagel hab ich ie kauft zu viertzehen, funftzehen und 15½ pfenning ein hundert, und die halb oder spangen negel zu 10½ und zwelfthalben pfenning. nachdem aber eisen aufschlecht, hab ich die pünnegel woll kauft zu sechtzehen, sibentzehenhalb und achtzehen pfenning und die halb nagel zu zwelf pfenning ein hundert etc. was man dann sunst grosser oder kleiner negel bedarf, die loß ich selber schmiden von der stat eisen hie ein schmit.
[53b] Es hat des schlossers arbeit kein bestimpten noch gesetzten lon als voren steet, also das sich ein paumeister selber dorein richten muß. ich hab im bezalt fur rören, püchsen zu dem schön prunnen, die er macht von seinem eisen, ie 35 pfenning fur eine, und fur ein setzpüchsen 20 pfenning; hat man vor jaren fur eine 24 und achtundzweintzig pfenning und fur ein setzpuchsen achtzehen pfenning geben. so gib ich im von einer seg zu feillen funf pfenning und von einem schlechten schlussel zu machen sechs pfenning. so lest ime der schlosser uber sechtzig pfenning oder dreu pfunt alt nit ab prechen an seiner rechnung.
Nun wenn ein paumeister also rechent mit dem schlosser, so gibt ein paumeister des schlossers knechten fur ein trinckgelt ie von einem pfund alt ein haller oder von einem pfund novi zwen pfenning ongeverlich, dann des schlossers knecht sere lauffen mussen mit klein dingen oft zu pesseren und an zu schlahen an manchen enden. darnach die rechnung ist, darvon gibt der schlosser des paumeisters eehalten zwen oder drei groschen trinckgeltz, darnach auch die rechnung ist.
Auch wenn ein paumeister dann mit dem schmid rechent, gibt man sein knechten von zweien pfund alten ein haller oder von einem pfunt novi ein pfenning oder drei haller trinckgeltz, dorein muß sich ein paumeister richten; aber an seiner rechnung lest er im nit ein pfenning abprechen der ietzig schmit.
Mer so hat des smits arbeit, als Contz und Michel die Zincken ettwen vill jar her an der stat arbeit gemacht haben, in etzlichen stucken ein gesetzten lon gehabt, als hernach steet:
[54a] Vom ersten [einen] newen nideren wagen mit aller seiner zugehorung zu beschlahen vierdhalbs oder vier pfunt alt; ist ein newer wagen aber mit altem eisen beschlagen, hat man geben zwai pfunt alt.
Von einem newen druhen karren zu beschlagen 35 und viertzig pfenning.