Mer soll der stat paumeister bestellen zwen zimmergesellen, die an dem heiltumb abent under dem heiligtum stull die nacht wachen und in acht haben, das iemant am stull und holtzwerck icht schadens thue. der iedem gibt man ein taglon zu lon.

Am freitag an des hochwirdigen heiligtumbs weisung tag früe soll der stat paumeister bestellen und in iede kuffen, die er auf den Marckt mit wasser setzen hat lassen, ein kleins geltlein und ein hültzen schüssel, die geprennt sein mit einem N, werfen lassen.

Es soll darzu der stat paumeister bestellen zwen oder drei gesellen in den schön prunnen, die inwendig des gitters sein an dem freitag früe piß man das heiligtum geweist, un denselben gesellen bevelhen, das sie niemant lassen an den gittern hinauf oder in den prunnen steigen, sunder das den leuten weren. auch süllen dieselben gesellen haben pei inen geltlein und schüsselein, darmit sie wasser herauß reichen mochten, ob es not thun würde etc. in das gitter bestellt man von ratz wegen auch alleweg zwen gesworen schützen, [das thun die kriegsherren etc.] süllen auch niemants hinein lassen weder frawen noch man.

[82a] Darnach am sambstag nach des wirdigen heiltumbs weisung tag soll der stat paumeister die stöck und schrancken wider außgraben und an die ent, do die ir beheltnüs haben, bestellen zu zu füren, und mit den pflasterern bestellen, dieselben löcher fürderlich zu zu machen.

Nach des wirdigen heiltumbs weisung am montag darnach soll der stat paumeister bestellen mit der stat zimmermeister, das er mit sein gesellen den heiltumb stull wider abheb, wo das zelt anders drucken ist, wo das aber naß und nit recht drucken were, so müst man verziehen mit dem abnemen. darzu der stat paumeister mit pferden und mit wegen auch taglöner bestellen soll, den stull fürderlich zu füren, und das ie ein wagen umb den andern geladen werde, darmit er fürderlich von dem Marckt gefürt werde und wider unter die hütten, die darzu gehoret, gelegt werd. wann dann der stull also gantz ab gehoben wirt, so gibt ein paumeister der stat zimmermeister und sein zimmergesellen sechtzig pfenning zu verdrincken, alles nach altem herkomen.

Item im sechsundsechtzigsten jare macht man ein newes zelt uber den heiltumb stull, das hat kost mit dem plaben underzuch und allen dingen fünftzig güldein; das alt wart zu einem raishütlein zugericht und gepessert etc.

[82b] Von den vierteilmeistern.

Und als die stat hie zu Nuremberg vor dem nechst vergangen krieg [in acht teil geteilt wart], nemlichen her diesset der Pegnitz in sant Sebolts pfarr vier teil und do jenset der Pegnitz in sant Laurentzen pfarr vier teil alles in der rinckmaur, auch dozumall als palt zu iedem vierteil zwen vierteilmeister gesetzt und gegeben wurden, und darnach verlassen ir iedem funftzehen liderein eimer und zwue groß messein sprutzen zu geben, also wo fewer pei oder in iren vierteilen auß keme, [das sie dann soliche eimer und sprutzen zu dem fewer pringen und senden solten] damit rettung zu thun etc. die vierteil und vierteilmeister steen hernach geschriben, welliche die ietzunt sein. und soliche eimer sein alle gezeichent mit einem .N. desgleichen die sprutzen auch gezeichent mit der stat woppen etc. der eimer einer kost funfthalbs pfunt alt und ettlich vier pfunt alt und achtzehen pfenning, der sprutzen eine acht pfunt alt etc.

[83a] Von dem vierteil am Weinmarckt.

Viertelmeister am Weinmarckt sein Wilhelm Löffelholtz und Hanns Birckhamer, der ieder hat in seinem haus funftzehen liderein eimer und zwu groß messen sprutzen in einem lideren sacke.