[610] S. Ärger.
[611] S. anschauen.
[612] Lacha- od. Lachepatscher = Ente (s. dazu die Zus.: Lachepatscherstritt u. -stenkert = Entenfuß, -stall sowie das Dimin. Lachepatscherle = „Küchlein“ [d. h. Entenküchlein]) findet sich auch in der schwäb. Händlerspr. 480 (Lachepatscher od. Lachpatsche). Das ältere Rotwelsch kannte dafür den Ausdr. Dreckpatscher (s. z. B. auch: Dolm. der Gaunerspr. 92: Treckpatscher). S. dazu, insbes. auch über die Etymologie der Wörter, Näh. in Groß’ Archiv, Bd. 47, S. 215, 216 u. Anm. 1; vgl. auch Fischer, Schwäb. W.-B. IV, Sp. 908.
[613] Tritt = Fuß (auch Fußstapfe, Fußtritt), Ferse, Schenkel, ferner (bei Tieren) Pfote sowie auch Schuh kommt noch vor in der Verbindg. unterkünftiger Tritt (d. h. eigtl. „der untere Fuß“) = Fußsohle (s. d. betr. Übereinstimmg. m. d. Zigeun.) sowie in den folgenden Zusammensetzgn.: a) am Anfang: Trittgrif(f)leng (-ling) (eigtl. „Fußfinger“) = (Fuß-) Zehe (s. d. betr. Übereinstimmg. m. d. Zigeun.); b) am Ende: (außer Lachepatscherstritt noch): Babinger- od. Strohbutzerstritt = Gänsefuß, Traperttritt = Gaul- od. Pferdefuß, Gachne-, Stanzel- od. Stierertritt = Hühnerfuß u. Vordertritt = Vorderfuß. Für „Handschuhmacher“ ist im W.-B. Grif(f)lingstrittpflanzer angeführt, woraus sich Grif(f)lingstritt = Handschuh ergibt, obwohl im Vok. dafür nur Grif(f)lengstrittleng genannt ist. Auch in dem verw. Quellenkr. kommt statt Tritt durchweg in gleicher Bedeutg. das stammverwandte Trittling vor (s. darüber Näh. unter „Ferse“), während sich in der sonst. Gaunerspr. vereinzelt auch Tritt für „Schuh“ findet neben dem (häufigern) Dimin. Trittchen u. ä., das bes. auch in der neueren Kundenspr. u. in den Krämerspr. beliebt ist (vgl. z. B. auch: Schwäb. Gaun.- u. Kundenspr. 76 [Trittchen = Stiefel] u. Metzer Jenisch 217 [Trittche = Schuh]). Ausführl. Belege s. (betr. Tritt) in Groß’ Archiv, Bd. 46, S. 299 u. 309 u. (betr. Trittchen u. ä.) ebds., Bd. 46, S. 18, 19, Anm. 2 vbd. mit Weber-Günther, S. 191/92. Die Etymologie bedarf keiner näheren Erläuterung.
[614] Mit Stenkert od. (seltener) Stenker = Stall (Käfig) sind noch folgende Zusammensetzgn. gebildet: Strohbutzerstenkert = Gänsestall, Gachnestenkert = Hühnerstall, Keiluf- od. Kibestenkert = Hundestall, Horbogestenkert = Kuhstall, Rinderstall, Hornikelstenkert = Ochsenstall, Trabertstenker (hier so!) = Pferdestall (s. dazu das Dimin. Trabertstenkertle = Füllenstall, wofür eigentlich Trabertlestenkert zu erwarten, da das Füllen Trabertle, Dimin. zu Trabert [od. Trapert] Pferd, heißt; vgl. Näh. unter „Füllen“), Groenikelstenkert = Sau- (Schweine)stall, Jerusalemsfreundstenkert = Schafstall. Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Dolm. der Gaunerspr. 99 (Stenkert = Stall); W.-B. des Konst. Hans 255 (Stenker); Pfulld. J.-W.-B. 345 (Stinker; vgl. aber auch [343] unter „Roßstall“: Stenger, ferner [340]: Stierestinker = Hühnerstall); Schwäb. Gaun.- u. Kundenspr. 75 (Stenkert); Schwäb. Händlerspr. 486 (ebenso, in Pfedelb. [213] aber Stinkert, das übrigens hier auch „Käs“ bedeutet, während es in Lütz. [214] soviel wie „Abtritt“ ist). Das auch sonst im Rotw. verbreitete Wort gehört der Etymologie nach natürlich zu unserm Zeitw. „stinken“; s. Pott II, S. 35 u. A.-L. 610 (unter „Stänker“).
[615] S. davongehen; vgl. (betr. bosten): abgehen u. (betr. schef[f]ten): daher a. E.
[616] S. ankleiden.
[617] S. absterben.
[618] S. (betr. schiebes) [Anm. 615] u. (betr. pfichen) abgehen.
[619] S. Ärger.