[630] S. Ananas.

[631] S. anfassen.

[632] S. abbetteln.

[633] S. anschauen.

[634] Der Ausdruck bedarf keiner Erläuterung, ist aber sonst im Rotw. u. in den Geheimspr. nicht gebräuchlich; vgl. jedoch bei Karmayer 95 die Bezeichng. Knüpfschragen für den Galgen (wohl zu Schagen = „Holzgestell mit schräg od. kreuzweise stehenden Füßen“ nach Weigand, W.-B. II, Sp. 784).

[635] S. aufhängen.

[636] S. abkaufen.

[637] Das Zeitw. kneisen od. gneis(s)en bedeutet: erkennen (kennen), merken, aber auch: können (wissen, verstehen); dazu die Umschreibung gneis nobis = unbekannt (vgl. schon oben unter „Dietrich“). Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Dolm. der Gaunerspr. 95 ([einen] kneisen = [einen] kennen); Schöll 272 (kneissen — „inne werden“); Pfulld. J.-W.-B. 338, 339 (begneist = bekannt, verkneissen = erkennen); Schwäb. Händlerspr. 479, 484, 488 (kneißen od. kneißen = bemerken, merken, verstehen, in Pfedelb. [213]: kneissen, auch = sehen). Über weitere Belege im Rotw. (schon seit dem 17. Jahrh.) sowie die Etymologie s. Näh. bei Weber-Günther, S. 178 (unter, „kneisen“). Zu den dortigen Zitaten (A.-L. 559 vbd. mit Schmeller, Bayer. W.-B. I, Sp. 980 u. 1759 [g’neißen = „(etwas) in die Nase bekommen, wittern, merken, wahrnehmen, ahnen“]) s. auch noch Fischer, Schwäb. W.-B. III, Sp. 357 (unter „g[e]neisse[n]“); zu vgl. ferner H. Meyer, Richt. Berliner (7. Aufl.), S. 72 (wonach auch in Berlin kneißen für „scharf hinsehen“ bekannt ist).

[638] S. belügen.

[639] Das Zeitw. deisen kommt vor für: ermorden (morden), erschlagen, töten (totmachen, totschlagen [Spr.]), unterbringen, vernichten, dann auch spezieller für „erwürgen“ sowie für „schlachten“; dazu die Zus. halbdeist = halbtot u. die Ableitg. Deiser = Mörder od. Totschläger. Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Schwäb. Gaun.- u. Kundenspr. 74 (deisen od. teißen = schlagen, Teißerei = Schlägerei); Schwab. Händlerspr. 484, 487 (deißen = töten, metzgen, schlachten, dazu: Klæbedeißer = Pferdemetzger; in Pfedelb. [212]: deisen = schlachten, aber deißen = coire [Grundbedtg. auch hier wohl „schlagen“, vgl. (209): eindeißte Bezem = „eingeschlagene Eier“], ferner in Lütz. [215): deisse[n] = schlagen, Deisser = Metzger u. in Degg. [215]: Deiss = Schlag). Über sonstige rotw. Belege und die (nicht ganz sichere) Etymologie s. Näh. in Groß’ Archiv, Bd. 42, S. 46 u. Anm. 2 u. S. 47 (unter lit. k.: „Teissflamerer“). Auch Fischer, Schwäb. W.-B. II, Sp. 139 bezeichnet die Etymol. als „unklar“.