[1190] S. (betr. Nolle) Fleischhafen.
[1191] S. Aschenbecher.
[1192] S. Abort.
[1193] S. Entenstall.
[1194] S. Dietrich u. Augenbrauen,
[1195] S. (betr. Ki[e]bes) Angesicht.
[1196] Horbögle (= Kalb) ist Dimin. zu Horboge (-boga) oder (abgekürzt in der Form der Aphärese) bloß Boga = Kuh, Rind. Von Zusammensetzgn. mit diesen Wörtern vgl. a) am Anfang: Horbogaschwächerle = Kuheuter, Horbogebossert od. -mass = Kuh- od. Rindfleisch, Horbogekafler od. Bogakafler = Kuhmetzger (letzteres auch Rindermetzger), Horbogestenkert = Kuh- od. Rinderstall, Horbogeschmunk = Rinderfett, auch Unschlitt (s. d. betr. Analogie mit der Zigeunerspr.), wogegen Bogaschmunk nur durch „Kuhbutter“ wiedergegeben; b) am Ende: Mufferhorboge (d. h. eigtl. „Nasenkuh“) = Nashorn (s. d. betr. Übereinstimmg. mit d. Zigeun). Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Dolm. der Gaunerspr. 95, 97 (Hobogen = Kuß [wofür jedenfalls zu lesen: Kuh, argum.: Hohrbogen = Ochs); W.-B. des Konst. Hans 254 (Hohrboge = Stück Rindvieh); Schöll 271 (Haarbogen = Rindvieh); Pfulld. J.-W.-B. 340, 342, 343 (Horboge = Kuh, Ochs, Rind, junge Horboge = Kalb, Horbogemaß = Ochsenfleisch); Schwäb. Händlerspr. 482, 483, 485, 487 (Hôrbôg[e] [in Pfedelb. (211): Hobuche] = Kuh, Rind, Stier, Hôrbœ̂gle = Kalb, Hôrbôgmost = Rindfleisch); s. auch Regensb. Rotw. 489 (Haarbogen = Kuh). Über weitere Belege im Rotw. s. Groß’ Archiv, Bd. 43, S. 31/32, Anm. 3. Der Etymologie nach handelt es sich wahrscheinl. um eine Verunstaltung aus dem älteren Synon. Hornbock, das schon im Lib. Vagat. (54) vorkommt. S. Näh. darüber im Archiv, Bd. 43, S. 32 u. Anm. 1 u. dazu noch Fischer, Schwäb. W.-B. III, Sp. 1822 unter Ho(r)nbog(e[n]), der zwar die Silbe Hor- ebenfalls als „Horn“ auslegt, dagegen -boge(n) „eher zu hebr. bakar = Rindvieh“, poln.-jüd. boker (vgl. Groß’ Archiv, Bd. 42, S. 32) „als zu Bogen“ in Beziehung setzen möchte. Die kürzere Form Boga könnte natürlich unmittelbar von der hebr. Vokabel hergeleitet werden, doch halte ich die Auffassung derselben als Abbreviatur von Horboga für richtiger (vgl. „Vorbemerkung“, [S. 8]). Über das ähnl. Hornikel = Ochse s. schon oben unter „Bulle“.
[1197] S. abbeißen und abgerahmte Milch. — Dieselbe Umschreibung (näml. danterpaskĕro tschikk) kennt auch die Zigeunersprache; s. Liebich, S. 131, 164 u. 213 sowie auch Finck, S. 91 (danderpáskero tšik) vbd. m. S. 54 (danderpáskero = „ätzend, beißend“); vgl. auch schon „Vorbemerkg.“, [S. 17].
[1198] S. eisig; über Biberisch als subst. Adj. vgl. auch „Vorbemerkg.“, [S. 15], [Anm. 38].
[1199] S. brauchbarer Bursche.