[1410] S. angenehm u. anreden.

[1411] S. (betr. schmusen) ansagen.

[1412] S. Augenbrauen u. Angesicht.

[1413] Zu vgl. dazu (aus dem verw. Quellenkr.): Dolm. der Gaunerspr. 96 (Schnabel[-lapp] = Löffel, Kesurener Schnabel = silberne Löffel); Pfulld. J.-W.-B. 341, 342 (Schnabel = Kochlöffel, Schnabelholz = Löffel). Auch sonst noch im Rotw. des 19. Jahrh. (seit Pfister bei Christensen 1814 [229]). Zur Etymologie: Wie aus Schnabelholz zu entnehmen, handelt es sich bei Schnabel wohl nur um Abkürzung (Apokope) dieser od. einer ähnl. längeren Form (vgl. bei Schintermicherl 1807 [290: Schnapelberger = Löffel]); s. Günther, Rotwelsch, S. 46.

[1414] S. abschaffen u. Almosen bezw. Bankier u. Bank.

[1415] S. abbrennen u. anbrennen.

[1416] Mit Schmelemer = Zigeuner sind noch zusammengesetzt: Schmelemerfi(e)sel u. -model = Zigeunerbursche u. -mädchen, Schmelemerkib = Zigeunerhund, Schmelemerrädling = Zigeunerwagen. Eine Ableitg. davon ist: schmelemerisch = zigeunerisch. Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Dolm. der Gaunerspr. 101 (Schmelemer = Zigeuner); Pfulld. J.-W.-B. 340 (Schmälemer = „Heide“ [während es unter „Zigeuner“ fehlt]); Schwäb. Gaun.- u. Kundenspr. 69 (Schmälemer = „fahrende Leute“); Schwäb. Händlerspr. (in Lütz. 215: Schmēlemer = Zigeuner). S. auch schon Bruchsaler Liste 1770 (248: „die schmählem oder Zigeuner-Sprach“); ferner noch Eberhardts Poliz. Nachrichten 1828 ff. (364: „Die Schmelmer- oder Zigeunersprache“). Zur Etymologie: Unhaltbar erscheint die Hypothese A.-L.’s, der (601 unter „Schmal“ vbd. mit 606/7 unter „Schwelemer“) den Ausdr. Schmelemer (oder Schmälinger [vgl. auch Groß 491 (neben Schmelinger)]) zu „schmal“ in Beziehung gesetzt hat, während er betr. der Nebenform Schwelemer od. Schwählemer (s. Pfister bei Christensen 1814 [330]; v. Grolman 65 u. T.-G. 135 Karmayer G.-D. 218) zu keinem festen Ergebnis gelangt ist. Richtig erscheint dagegen seine Bemerkung (544 unter „Gischmol“), daß Schmälinger wohl „gleicher Abstammung“ sei wie Gischmol u. ä., das als Synon. dafür ebenfalls hier und da vorkommt (s. z. B. Christensen 1814 [330: Gischschmol od. Geschmeilen]; v. Grolman 24 u. T.-G. 135 [Geschmol(l), plur.: Geschmeilim]; Karmayer G.-D. 199 [ebenso]; Derenbourgs Glossar 1856 [414: desgl.]). Von dieser Form ist nämlich bei der Erklärung auszugehen. Sie ist entstanden aus dem jüd. Jischmô(e)l, vom hebr. jischmâ’êl = Ismaël. Die früher nicht nur in England, Spanien und Griechenland, sondern auch in Deutschland (vgl. Fischer, Schwäb. W.-B. II, Sp. 544) verbreitete Meinung von der Herkunft der Zigeuner aus Ägypten wird noch von den Juden geteilt. Sie haben nun offenbar diese Annahme auch geneologisch zu begründen versucht, indem sie Ismaël, dessen Mutter und Frau nach 1. Mos. 16, 1 u. 21, 21 Ägypterinnen waren, zum Stammvater der Zigeuner machten. Aus dem oben angeführten Plur. Geschmeilim, d. h. eigtl. „Ismasēliter“, ist dann Schmelemer u. ä. hervorgegangen (nach gefl. Mittlg. von Dr. A. Landau).

[1417] Bestätigt ist dies auch schon von Liebich, S. 86; vgl. ebds. (im Vokab.) S. 147 u. 220.

[1418] S. Aas.

[1419] S. belügen. — Das Zeitw. kohlen = lügen fehlt hier wohl nur aus Versehen.