»Wie denn?« fragte Frau von Zeuthen mit ihrem klugen Lächeln.

Er sah sie an und sagte langsam:

»Ich fürchtete, meine Insel nicht mehr so rein zu empfinden, nicht mehr so ganz als Symbol der Unberührtheit, kurz, nicht mehr so persönlich, mehr als eine von den vielen, ein Kuriosum, keine Offenbarung – Sie verstehen?«

Frau von Zeuthen nickte.

»Und weshalb sind Sie jetzt doch froh, hierher gekommen zu sein?« fragte sie nach einer kleinen Pause.

»Weil ich sehe, wie wertvoll es für mich ist, etwas Distanz bekommen zu haben – nicht nur aus praktischen Gründen.« Wieder schwieg er und sah vor sich hin.

»Dann habe ich hier auch einige Menschen wiedergefunden, die ich für meine Arbeit brauche. Und« – hier sank er vom Stuhle und ergriff ihre Hand und küßte sie – »eine Frau, die ich immer fragen muß, ob ich auch auf dem rechten Wege bin.«

Sie strich ihm mit ihrer schönen, weißen Hand über sein Haar.

»Wollen Sie mir auch diesmal Ihren Segen mitgeben?« fragte er, lächelnd zu ihr aufblickend.

»Ja«, sagte sie. »Und wenn Sie mich brauchen, komme ich zu Ihnen.«