Es war einmal ein Mann, der Honig sammelte. Da kam Añatunpa und fragte ihn, was er tue. „Ich sammle Honig“, sagte der Mann. „Fahre damit fort“, sagte Añatunpa. Als der Mann genug gesammelt hatte, tötete er ihn und warf ihn Dyóri hin, der ihn auffraß und sogar das Blut aufleckte. Auf diese Weise tötete Añatunpa viele Menschen.
Ein Mann war ausgegangen, um Honig zu sammeln. Der Tukan[123] sagte zu ihm: „Wenn Añatunpa kommt, so bitte ihn, dich nach seinem Hause zu tragen und dich dort zu töten.“
Während der Mann Honig sammelte, kam Añatunpa. „Was willst du?“ fragte der Mann.
„Ich will dich auffressen“, sagte Añatunpa.
„Tue das nicht hier, sondern trag mich nach deinem Hause und friß mich dort auf“, sagte der Mann. Añatunpa nahm nun den Mann auf den Nacken und trug ihn zu sich.
„Brich Zweige ab und mache auf dem Nacken Añatunpas Feuer an“, sagte der Tukan. Als Añatunpa durch das dichte Gestrüpp ging, brach der Mann Zweige und Äste ab und machte auf dem Nacken Añatunpas vorsichtig Feuer an.
Abb. 130. Silberne Nadel zur Befestigung des Tiru. Die Form indianisch, die Ornamente spanisch. Chiriguano. Parapiti. ⅓.
„Wenn du an einen niedrigen Zweig kommst, so klammere dich fest!“ sagte der Tukan zum Manne. Das tat dieser. Bald merkte Añatunpa, daß es ihm im Nacken brenne und begann zu laufen. Das Feuer nahm zu. Seine Haare fingen Feuer und bald verbrannte Añatunpa vollständig und starb.