Es wird auch erzählt, daß Tunpa gegangen sei, um für die Frau Gesellschaft zu suchen. Er kam mit einem Mädchen und einem Knaben. Als diese groß waren, verheirateten sie sich. Die Frau gebar einen Knaben und danach ein Mädchen. Diese verheirateten sich wieder und bekamen Kinder, die sich wieder miteinander verheirateten.
Von diesen stammen alle Tapietes.
Der Raub des Feuers.
Der schwarze Geier hatte Feuer, das er durch den Blitz vom Himmel (ára) bekommen hatte. Die Tapietes hatten kein Feuer. Ein kleiner Vogel, „cáca“, stahl ihnen Feuer, es erlosch aber. Sie hatten kein Feuer, um das Fleisch des Wildschweines, des Rehbocks und anderer Tiere zu braten. Sie froren sehr.
Der Frosch empfand Mitleid mit ihnen. Er ging zu dem Feuer des schwarzen Geiers und setzte sich dorthin. Als der schwarze Geier sich gerade wärmte, nahm der Frosch zwei Funken und verbarg sie im Munde. Darauf hüpfte er davon und machte dann den Tapietes ein Feuer an. Seit dieser Zeit haben die Tapietes Feuer.
Das Feuer des schwarzen Geiers erlosch. Der Frosch hatte alles gestohlen. Die Hände über den Kopf setzte sich der schwarze Geier hin und weinte. Alle Vögel sammelten sich nun, um zu verhindern, daß jemand dem schwarzen Geier Feuer gab.
Das Entstehen der Zahnschmerzen.
Die Alten hatten Zähne aus Silber. Wenn sie aßen, verschluckten sie Knochen, Fleisch und alles. Sie gaben ihren Hunden nichts zu fressen. Dies machte, daß Tunpa Mitleid mit den Hunden empfand. Er gab deshalb den Menschen Samen von Zapallo (Kürbis). Sie aßen Kürbisse und ihre Zähne verwandelten sich in Knochen.
Von dieser Zeit an bekamen die Hunde Essen und die Menschen Zahnschmerzen.
Diese Sagen von den Tapietes sind Kulturmythen. Wir erfahren hier, wie diese Indianer das Feuer, ihre zwei wichtigsten Kulturpflanzen, den Mais und den Kürbis, sowie ihr nunmehr unentbehrliches Haustier, das Schaf, erhalten haben.