Bei den Tapietes (Yanaygua) am Rio Parapiti war ein Knabe, der vom Rio Pilcomayo war. Ich fragte ihn, ob er Yaré kenne, er tat aber, als kenne er ihn nicht. Da machte ich ihm Zeichen, wie ich sie von dem Taubstummen im Dorfe Yarés gelernt hatte. Der Junge begann zu lachen und wurde ganz mitteilsam. Das mußte ein komischer Weißer sein, der die Zeichensprache wie ein Tapiete konnte.

Die meisten Zeichen der Taubstummen sind rein beschreibend. Einige sind gleichwohl konventionell und von Außenstehenden schwer zu verstehen. Die Lehrer des Taubstummen sind seine Umgebung, seine Mutter, sein Vater, seine Spielkameraden.

Hier unten sind einige von mir bei den Tapietes gesammelte Taubstummenzeichen wiedergegeben.

Pferd — man streicht sich mit der rechten Hand, dem Daumen und dem Zeigefinger von der Oberlippe über die Mundwinkel und macht den Mund auf ([Abb. 135 A]).

Katze — man zieht sich am Schnurrbart (die Tapietes haben in der Regel einen kleinen Schnurrbart), d. h. den Schnurrhaaren, und macht eine krallenförmige Bewegung mit der Hand in Katzenhöhe über dem Fußboden.

Jaguar — man streckt beide Hände krallenförmig nach vorn und zieht sie geschwind zurück ([Abb. 135 B]).

Puma — man macht wie im Vorhergegangenen und streicht sich außerdem mit der rechten flachen Hand hin und her über den Mund.

Fisch — die rechte Hand macht eine den schwimmenden Fisch imitierende Bewegung ([Abb. 135 C]).

Feuer — man führt den Zeigefinger an den Mund und bläst ([Abb. 135 D]).

Sonne — man macht dieselbe Bewegung wie bei Feuer und zeigt nach oben.