»Äch wollte mäch einmal erkondigen, ob Sä in säch gehn, und einsähn, daß solche Puerilitäten der Aufgabe des Gymnasiums und dem in däsen Mauern herrschenden Geiste vollständig zowäder laufen …«
»Ich bin mir nicht bewußt …«
»Was, Rompf? Sä wollen säch noch auf die Hänterbeine stellen? Sehn Sä einmal, was wörden Sä wohl sagen, wenn Sä an meiner Stelle wären! Wörden Sä nächt däsen onartigen, öbermöthigen Wälhelm Rompf aus Gamsweiler noch ganz anders bei den Ohren nähmen? Hä?«
»Herr Direktor …«
»Das sänd doch Kändereien, wä man sä einem anständigen jongen Mann aus gooter Famälie nächt zotraut! Wässen Sä was? Beim nächsten dommen Streich wärde äch Sä relegären!«
»Relegiren …?«
»Ja, Rompf! Relegären! Drom gähn Sä än säch und lassen Sä dä Ongezogenheiten, die Ähnen wahrhaftig keine Ehre machen … Äch wäderhole Ähnen: sätzen Sä säch einmal an meine Stelle! …«
Wilhelm Rumpf ließ das Haupt nachdenklich auf die Brust sinken. Er fühlte, daß die angedrohte Relegation nur noch eine Frage der Zeit sei. Mit einem Male zuckte ein diabolischer Gedanke durch sein Gehirn.
»Wenn ich denn einmal fortgejagt werden soll«, sprach er zu sich selbst, »so mag es denn auch mit Eclat geschehen!«