»Gleich, Herr Direktor. Sie tragen mir's aber auch ganz gewiß nicht nach?«
»Nein, nein, nein! Wärden Sä mäch non bald herauslassen?«
»Sie ertheilen mir volle Absolution?«
»Ja, onter der Bedängong, daß Sä Nämandem erzählen, wä schwär Sä säch vergangen haben. Äch habe Ähnen ja gesagt, äch halte Sä för einen ongewöhnlächen Mänschen, Rompf …«
»Ich danke Ihnen für die gute Meinung. Mein Ehrenwort: so lange Sie Direktor des städtischen Gymnasiums und Ordinarius der Prima sein werden, soll keine verrätherische Silbe über meine Lippen gleiten!«
Und damit drehte er den Schlüssel um und öffnete …
Wie der Uhland'sche König aus dem Thurme, so stieg Samuel Heinzerling an die freie Himmelsluft. Tief holte er Athem. Dann strich er sich mit der Rechten über die Stirne, als ob er sich besinne …
»Rompf,« sagte er, »äch verstähe Spaß … Aber … nächt wahr, Sä thun mär den Gefallen, mäch nächt wäder mimisch zu copären? Sä … Sä machen dä Geschächte zo ähnläch!«
»Ihr Wunsch ist mir Befehl!«
»Goot! Ond non machen Sä, daß Sä hinonter kommen. Es äst noch nächt drei Värtel. Sä können noch am Onterrächt Theil nehmen!«