»Herr Direktor,« flüsterte jetzt eine wohlbekannte Stimme an der Zellentür … »Sie sind noch lange nicht diskreditiert! Ihre Autorität steht noch in vollem Flore …«
»Rompf!« stammelte Samuel. – »Schändlicher, gottvergeßner Mänsch! Öffnen Sä! Augenbläcklich! Betrachten Sä säch als moraläsch geohrfeigt! Sähen Sä säch för dreifach relegärt an!«
»Herr Direktor, ich komme, um Sie zu retten! Beleidigen Sie mich nicht!«
»Zo rätten? Welche Onverschämtheit! Aufmachen sollen Sä, oder …«
»Wollen Sie mich ruhig anhören, Herr Direktor? Ich versichere Sie, alles wird sich ausgleichen.«
Samuel überlegte.
»Goot«, sagte er endlich. »Äch wäll mäch herablassen … Räden Sä …«
»Sehen Sie, ich wollte Ihnen nur zeigen, daß meine Kunst doch nicht so ganz ohne praktische Bedeutung ist … Verzeihen Sie, wenn ich dabei scheinbar die vorzügliche Hochachtung und Verehrung verletzen mußte, die ich Ihnen aus vollstem Herzen zu zollen mir freudig bewußt bin.«
»Sä sänd ein Schelm, Rompf!«
»Herr Direktor … Wie wär's, wenn Sie mir die Karzerstrafe erließen, die Drohung betreffs der Relegation zurücknähmen und mir erlaubten, über alles Vorgefallene das strengste Stillschweigen zu beobachten …?«