»Knebel, rücke Se mal die Tawel so, daß der Hutzler und der Möricke was sieht!«

Knebel, Heppenheimer und zwei oder drei ihrer Mitschüler sprangen auf, um die Tafel zurecht zu rücken.

»Sie steht zu steil«, rief Hutzler pathetisch.

Heppenheimer beeilte sich, die Hinterbeine des Gerüstes nach hinten zu schieben.

»So blinkt's noch mehr!« rief der tückische Hutzler.

»Allez! vite! vite!« mahnte unser guter Professor. »Zeit ist Geld, sagt der Engländer!«

Heppenheimer rückte und rückte. Mit einemmal kam der Aufbau ins Rutschen. Das Zugreifen der Sekundaner bezweckte nur scheinbar die Rettung. Im nächsten Augenblicke stürzte alles über den Haufen.

Lautes Gelächter. Das Antlitz des Lehrers nahm jählings ein violettrotes Kolorit an. Heppenheimer, der den ganzen Frevel veranlaßt, rieb sich heuchlerisch ächzend die Kniescheibe.

»Für so Posse bedank' ich mich!« zürnte Herr Veit, heftig den Schwamm zerknetend. »Ihr müßt net meine, daß Ihr hier en Hanswurscht vor Euch habt!«

»Die Dielen hier sind so glitschig«, versetzte Knebel.