Herr Clamard, der Maire, rieb sich die Hände. Die Gressineter knirschten vor Schmerz und Erbitterung. Herr Laloupon, der Pfarrer, ließ ein Tedeum anstimmen.
Drei Tage später wurden sämmtliche an dem Krawall betheiligten Colonisten mit mehreren Wochen Polizeigefängnis bestraft.
Drittes Kapitel.
Auch dieses Leid trug dazu bei, den Zorn der Gressineter zum Paroxysmus zu steigern.
Als die Gemaßregelten die Freiheit wieder erlangt hatten, berief Jules Pierrot die Bürgerschaft des unglücklichen Pflanzdorfes zu einer abermaligen Generalversammlung in die Scheune des ehrwürdigen Herrn Grimmont.
Die Eingeladenen erschienen mit mathematischer Pünktlichkeit. Drei oder vier der besiegten Sonntagskämpfer trugen noch die Spuren ihrer Niederlage in den finster blickenden Gesichtern. Über der ganzen corona civium lagerte eine düstere, unheilschwangere Stimmung.
Jules Pierrot ergriff das Wort.
»Mitbürger!« sagte er langsam und feierlich. »Die Würfel sind gefallen!«
Ein dumpfes Murmeln ging durch die Reihen der Zuhörer.
»Eine schamlose Vergewaltigung, wie wir sie in den Annalen unserer vaterländischen Geschichte nicht zum zweiten Male verzeichnet finden, hat die letzten Bande der Pietät, die uns an das verabscheuungswürdige Clatou knüpfen mochten, für alle Zeiten zerrissen!«