»Gründen wir eine Zeitung!« sagte jetzt auch Croquepeu, indem er sich nach Möglichkeit in die Brust warf. »Clatou besitzt seit einem Jahre den ›Clatouneser Beobachter‹! Schaffen wir ein Organ, das die schamlosen Verleumdungen dieses ›Beobachters‹ energisch zurückweisen und der staunenden Welt zeigen kann, daß der alte glorreiche Sinn der Gressineter noch nicht ausgestorben ist, daß wir die Standarte der Wahrheit hochhalten, und die angestammten Rechte eines freien Volkes unbeugsam zu wahren wissen!«

Die Versammlung applaudirte begeistert. Man schritt zur Abstimmung. Sämmtliche Anträge Pierrot's wurden mit großer Majorität angenommen.

Goguenard, der Weinwirth, trat an die Spitze der Spritzencommission.

Léon, der Krämer, erklärte sich bereit, die Collecte für die Schulmeister zu leiten.

Das zu gründende Journal wurde dem Antragsteller persönlich überlassen.

Es sollte vorläufig dreimal monatlich erscheinen und in St. Quentin auf Gemeindekosten gedruckt werden.

Man setzte schließlich als Titel die geschmackvolle Bezeichnung: ›Der unverzagte Streiter von Gressinet‹ fest und verpflichtete den Redacteur Pierrot, in jeder Nummer eine eclatante Schandthat der Clatounesen dem Urtheile Europa's Preis zu geben.

Hierauf erklärte Jules die Versammlung für aufgehoben. Jean-Baptiste Grimmont, der Älteste im Rathe, umarmte den kühnen Jüngling unter lautem Schluchzen, blickte zum Himmel auf und sprach:

»Ich danke dir, Herr, daß du mich aufbehalten hast, diese Freude noch zu erleben! Ich werde jetzt, so du gebeutst, gern in die Grube fahren.«

Jules Pierrot war sichtlich gerührt. Ein leises Zucken spielte wie Wetterleuchten um die sonst so mannhaften Lippen.