Zweite Ordnung der Lobosen:
Thecolobosa (HAECKEL). Beschalte Lappinge. [Fig. 5], [6].
(Synonym: Lepamoebae. Arcellinae. Amoebae cataphractae).
Lobosen mit einer Schale oder Zellmembran, von welcher der weiche Zellenleib theilweise bedeckt wird.
Gattungen: Arcella (vulgaris). Difflugia (oblonga), [Fig. 5]. Quadrula (symmetrica), [Fig. 6].
Dritte Classe des Protistenreiches.
3. Gregarinae (DUFOUR). Gregaringe.
Einzellige Organismen oder Ketten von wenigen, an einander gereihten Zellen, deren Leib von einer weichen, dicken, dehnbaren Haut allseitig umschlossen ist. Diese Zellmembran ist glatt, ohne Oeffnung, an einem Ende des Körpers oft mit hakenförmigen Haftapparaten versehen. Das Protoplasma ist sehr dehnbar und contractil, mit vielen Körnchen durchsetzt. Der Zellkern gross, meist ein helles kugeliges Bläschen, mit einem Nucleolus. Die wurmähnlichen Bewegungen der kriechenden Zellen geschehen durch Zusammenziehungen der (unmittelbar unter der Membran liegenden) Rindenschicht des Protoplasma, welche bisweilen in muskelähnliche Fäserchen differenzirt ist. Alle Gregarinen leben parasitisch im Darm oder in der Leibeshöhle (seltener in den Geweben) von Thieren (besonders von Würmern und Gliederthieren). Sie ernähren sich vom Safte dieser Wohnthiere, der durch die Membran der schmarotzenden Zellen in das Innere ihres Protoplasma hindurchschwitzt (Endosmose). Fortpflanzung ungeschlechtlich, durch Theilung oder durch Sporenbildung. Im letzteren Falle zieht sich eine einzelne Gregarine, oder mehrere mit einander verschmelzende Gregarinen, kugelig zusammen und umgeben sich mit einer Kapsel. Die Zellkerne verschwinden und das Protoplasma zerfällt in zahlreiche Keimzellen oder Sporen (Psorospermien, Pseudonavicellen). Später schlüpft aus jeder Spore ein Moner aus, welches sich durch Neubildung eines Nucleus in eine Amoebe verwandelt. Indem letztere sich mit einen Membran umhüllt, wird sie zur Gregarine.
Erste Ordnung der Gregarinen: