(Synonym: Mastigaria. Geisselschwärmer. Geissel-Infusorien.)
Einzellige Organismen, seltener Coenobien oder Zellenhorden: Gemeinden von mehreren oder vielen locker verbundenen Zellen. Bewegen sich durch Geisseln (Flagella), einen langen, fadenförmigen Fortsatz (oder mehreren, an einem Punkte befestigten) des Protoplasma, welche hin und her schwingen, wie eine Peitsche. Zellenleib bald nackt, bald von einer Hülle umschlossen, aus deren Oeffnung die schwingende Geissel vortritt. Selten sind die Flagellaten auf Gegenständen im Wasser festgewachsen, meistens schwimmen sie frei umher. Bei vielen wechseln ruhende und bewegliche Zustände mit einander ab; und dann geschieht die Vermehrung meist während des Ruhezustandes, durch Theilung. Nahrungsaufnahme bald durch Aufsaugung (Endosmose), bald durch einen Zellmund (Cytostoma). Vermehrung ungeschlechtlich, meist durch Theilung, seltener durch Knospung oder Sporenbildung. Bei einigen (Volvocinen) Anfänge geschlechtlicher Sonderung.
Erste Ordnung der Flagellaten:
Nudoflagellata (HAECKEL). Nackt-Geissler. [Fig. 8].
Geisslinge mit nacktem Zellenleibe, ohne Wimperkranz.
Gattungen: Euglena (viridis). Astasia (haematodes). Phacus (longicauda, [Fig. 8]).
Zweite Ordnung der Flagellaten:
Thecoflagellata (HAECKEL). Hüll-Geissler. [Fig. 10].
Geisslinge, ohne Wimperkranz, deren Zellenleib von einer Hülle oder Schale umschlossen ist. Die Geisseln treten aus einer Oeffnung der Schale hervor. Oft ist die Schale auf einem sitzenden Stiele angeheftet.
Gattungen: Salpingoeca (marina). Dinobryon (sertularia).