Vierte Ordnung der Ciliaten:
Peritricha (STEIN). Ringförmig behaarte Wimperlinge.
Zellenleib drehrund, grösstentheils nackt, nur mit einem Gürtel (seltener zwei Gürteln) von Wimperhaaren versehen.
Gattungen: Dictyocysta (templum). Ophrydium (versatile). Trichodina (pediculus). Vorticella (campanula).
Siebente Classe des Protistenreiches:
7. Acinetae (EHRENBERG). Starrlinge.
(Synonym: Infusoria suctoria. Saug-Infusorien.)
Einzellige Organismen, seltener Zellenhorden (Coenobia) oder Zellenfusionen (Syncytia), welche aus mehreren, locker oder enger verbundenen Zellen zusammengesetzt sind. Zellenleib von einer Membran oder Kapsel umschlossen, durch welche sehr feine, zerstreute oder büschelförmig vereinigte Saugröhren hervortreten. Mittelst dieser borstenförmigen, am freien Ende mit einem Saugnäpfchen oder Knöpfchen versehenen Saugröhren heften sich die Acineten an Ciliaten und anderen Protisten an und saugen deren Protoplasma aus (ähnlich wie die Vampyrellen unter den Moneren). Im Innern des Protoplasma findet sich neben dem Zellkern oft eine contractile Blase (Vacuole). Fortpflanzung ungeschlechtlich, bald durch Theilung, bald durch Knospung, bald durch Schwärmsporen. Letztere entstehen im Innern des Zellenleibes, durchbrechen denselben und schwimmen mittelst feiner Wimperhärchen umher, zwischen welchen feinste Saugröhrchen sitzen. Die Acineten leben sowohl im süssen Wasser als im Meere, und sitzen meistens unbeweglich auf Stielen fest; seltener schwimmen sie frei umher.
Erste Ordnung: