Landwirthschaftliche Erbsätze über den Maienthau. Thau als Quelle von Leben, Lebensdauer und Körperschönheit, angewendet als Heilbad, Stärke- und Minnetrunk.—Bannbeschreitung, Oeschprozession um die Flurzelgen und Mairitt durch die Saat. Der Mythus vom Thau-abstreifen in seiner naturgeschichtlichen Begründung. Thauschlepper und Thaustreicher als zaubernde Butter- und Milchgewinner. Walburg in den Riesen- und Hexensagen.

[Sechster Abschnitt.]

Der Mythus vom Maienthau.

Die westfälische Walburg. Die phallischen Götzenbilder zu Antwerpen und Emmetsheim, um Kindersegen angerufen. Naive Arglosigkeit der bildlichen Darstellung der Lebens- und Zeugungssymbole, deren Wiederanwendung in den Gebildbroden zur Mittwinter- und Frühlingszeit. Etymologische Erklärung des Namens Walburg nach dessen freundlicher und feindlicher Anwendung.—Schluss: die Götterjungfrau kredenzt den aus Thau, Honig, Meth, Ael und Oel gewürzten Unsterblichkeitstrank.

[II. Verena mit dem Kamme, die Kindsmutter.]

[Erster Abschnitt.]

Verena, eine alemannische Gauheilige.

Kirchliche Gestaltung und geographische Ausbreitung der Verenalegende; ersteres bedingt durch die Legende von der thebaischen Legion, letzteres durch die Ausdehnung des Konstanzer Bisthums. Verenas Weihkirchen und Altäre in der Schweiz, ihr Doppelgrab und ihre Reliquien in Zurzach. Mittelhochdeutsches Gedicht: Von sand Verene.

[Zweiter Abschnitt.]

Verena, die Müllerpatronin.