Das Tannhäuserlied in aargauischer Version; die Frau Venus-Vrene des Volksliedes; die Venus-, Feens- und Vrenberge, die Venus- und Vrenenhäuser, aus ihrer gegenseitigen Namensvertauschung zurückgeführt auf den ursprünglichen Mythus.

Nachfolgender Liedtext wurde von einer im vorigen Jahrzehnt verstorbnen Matrone, der Frau Meyer auf dem Tromsberge, im aargau. Bezirk Baden, auf dem Siechbette ihrem Arzt Dr. Al. Minnig zu Baden in die Feder diktirt. Der Text kommt demjenigen am nächsten, welcher einst von Stalder in Entlebuch gleichfalls nach mündlicher Ueberlieferung aufgeschrieben und an Lassberg übergeben wurde, der ihn im Anzeiger 1832, 240 veröffentlichte. Daraus entnahm ihn Uhland für seine Sammlung no. 297 C., und nach dieser Fassung sind hier unten alle Einzelverse unseres Textes besonders bezeichnet, die mit jenem Stalderischen übereinstimmen. Was die Literaturgeschichte des Tannhäuser-Liedes betrifft, die schon von Uhland begonnen worden, so steht sie seither in Gödekes Deutsche Dichtung im Mittelalter (1854, S. 580) bis zur Vollständigkeit aufgeführt.

Tannhäuser war ein junges Bluet,

Der wot gross Wunder gschaue,[[8]]

Gieng auf Frau Vrenelis Berg

Zu selbige schöne Jungfraue.

Wo er auf Frau Vrenelisberg ist cho,

Chlopft er an a d'Pforte:

Frau Vrene, wend er mi inne loh,

Will halte eu'e Orde!