Können Sie sie denn verstehen?

Ich gebe mir Mühe.

So. Und verlohnt es sich der Mühe?

Ja. Diese einfachen sind die interessantesten Menschen.

Unter diesen »interessanten Menschen« sind wohl ein paar hübsche, schwarzhaarige Dirnen?

Die Mädchen sind sehr hübsch.

Ah, nun verstehe ich die Anziehungskraft.

Sie irren, gnädige Frau. Die Mädchen sind mir gleichgiltig. Aber es lebt in dem Hause ein vierundsiebzigjähriger Mann. Der Tonerl. Schwere Arbeit kann er nicht mehr verrichten. Er sitzt im Wald, bindet Besen und raucht seine Pfeife. Ich habe mich oft mit ihm unterhalten. Er sei schon weit herumgekommen, erzählte er mir. Nach München? fragte ich. O nein, aber bis Tölz! Werktags geht er bei gutem und schlechtem Wetter in Hemdärmeln. Sonntags hängt er sich den Lodenrock über die Schulter und steckt sich eine Rose hinters Ohr. Das sieht zu seinem zusammengerunzelten Gesicht rührend komisch aus.

Ist er verheiratet?

Nein.