Oui, madame la baronne!

5½ Nachmittag.

Er kam mit einem Strauß tiefblauer Enziane aus dem Wald. Ich wartete seinen Gruß nicht ab.

Dieser Strauß! Ravissant! Wo haben Sie die Blumen gefunden?

Auf dem Weg nach den Thörlen. Da wachsen sie in Menge.

Sie lieben die Blumen?

Ja.

Ich auch. Stellen Sie sie hier ins Glas. Ich glaube, sie welken sehr rasch. Wollen Sie nicht Platz nehmen?

Wenn Sie gestatten ...

Er setzt sich. Sein Auge schweift mit einem vagen Ausdruck über den sonnenbestrahlten See. Zwischen den Enzianblüten kriecht ein Marienkäferchen. Ich setze es auf meine Hand und beobachte seine ängstlichen Spaziergänge. Auch er blickt auf das Tierchen. Die Sonne schimmert durch meine geschlossenen Finger. Sie zeigt jede Blutwelle in dieser kleinen schmalen Hand. Ich fühle, wie sein Blick an meinen Fingerspitzen haften bleibt.